Der Mensch ist grün
Mit einem gewissen Schalk in seiner Rede vor dem Bundestag hat Papst Benedikt XVI. viele überrascht. Manche hier in Berlin, wo ich diese Zeilen schreibe, haben geunkt: Ob wohl alle Abgeordneten ihn verstanden haben? Daher hier ein bisschen Nachhilfe.
Zunächst: Seine Heiligkeit hat jene beschämt, die ihm den Rücken zugekehrt haben. Haben sie den Aufruf, das „hörende Herz“ vor allem Erfolgsdenken zu stellen, nicht nötig?
Die Grünen mögen gejubelt haben, weil der Papst sie besonders bedacht hat: Er hob hervor, dass es in den 70-er Jahren neu war, auf die Stimme zu hören, die aus der Natur das menschliche Gewissen berührt und ihm Grenzen im Handeln in und mit der Natur auferlegt.
Es bleibt zu hoffen, dass sie wie alle anderen Politiker mitgehört haben: Auch aus dem menschlichen Leben, von dessen Weckung im Mutterschoß bis ins hohe Alter ertönt diese Stimme, die dem Menschen Grenzen im Handeln auferlegt: Rühr mich nicht um eines Zweckes willen an, der dir mehr dient als mir.
Vielleicht hilft es, dass behinderte Menschen, die noch Embryonen sind, oder Arme oder andere, in einer Konsum- und Wohlfühlgesellschaft wieder weniger als Rotes Tuch gesehen werden. Man darf sie sich nicht wegwünschen, noch weniger wegmachen. Es lohnt sich, für sie zu kämpfen wie für Bäume und Weltmeere: Sie sind grün!
Ihr
Bruder Paulus
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VORTRAG / DISKUSSION / BEGEGNUNG
1.Oktober, 13-16 Uhr: Mitwirkung bei „Dialog im Zentrum“
Spiritualität im Alltag von gläubigen Christen und Muslimen – Workshop mit Prof. Dr. Ingrid Haller, Selcuk Dogruer
RADIO / TV
24. September 2011, 17.28 Uhr SAT.1 So gesehen – Der Papst in Deutschland
25. September 2011, 09.00 Uhr SAT.1 So gesehen – Talk am Sonntag, Gast: Marlene Lufen
LINKTIPP
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>> Über die geistliche Motivation zum Verzeihen
Predigt am 11. September 2011, Kapuzinerkloster Käppele, Würzburg