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Nr. 4 - 21. Mai 2010

Der Zölibat muss bleiben!

 

Die Krise muss grundsätzlicher gelöst werden. Die Zuspitzung auf die Zölibatsfrage nervt zusehends. Wir haben ganz andere Sorgen: Verflachung der Spiritualität. Zahnlosigkeit in den sozialen Fragen der Gesellschaft. Sprachlosigkeit in der Sexualmoral. Um nur drei zu nennen.

Ein Lagerdenken hilft da wenig.  Ist wirklich jeder „konservativ“, der den Pflichtzölibat befürwortet? Gibt es andere Gründe als die des Zeitgeistes, die für die unverbrüchliche Bindung von sakramentalem Amtspriestertum und Ehelosigkeit  sprechen?

Manche erhoffen sich davon eine lebendigere Kirche – was immer das sein soll. Fakt jedoch ist, dass mir noch niemand nachgewiesen hat, dass die Möglichkeit der evangelischen Pfarrer, zu heiraten, zu einer Intensivierung des Glaubenslebens in der Kirche beiträgt. Der Blick in deren Sonntagsgottesdienste belegt aufs Ganze gesehen eher das Gegenteil.

Ob es weniger Kriminalität, Bürokratisierung, Verkrustung und gar Machtmissbrauch gibt, wenn Amtsträger verheiratet sind? Vorsichtig formuliert bin ich da eher skeptisch.

Überhaupt: Einzelfälle von glücklichen oder unglücklichen Verheirateten wie Unverheirateten taugen in der grundsätzlichen Diskussion nur bedingt. Darin muss es um die Grundlagen des christlichen Glaubens gehen:  I s t  Christus leiblich auferstanden und thront er zur Rechten des Vaters? Und wenn ja, was bedeutet das für die christliche Rede vom Leib, von Treue, von Erfüllung, die Christus leiblich im Leib gibt? Und dazu noch: Der seine Kirche ist.

An Pfingsten erbitte ich mir den Heiligen Geist Jesu, der uns grundsätzlich verlebendigen kann. Kirche ohne Beziehung zu Jesus Christus und zum Vater im Himmel ist nicht Kirche. Konservativ wirke er: Bewahrend in der Liebe untereinander und zum Vater. Und progressiv: Bewegend auf den wiederkommenden Christus hin.

Ihm sehnt sich die Kirche entgegen. Daraus lebt die Begründung für den Pflichtzölibat der Amtsträger Priester und Bischöfe. Er muss bleiben. Mir zeigt er überdeutlich: Die Kirche ist ohne Gottes erfüllende Pfingstliebe ein Nichts.

Gesegnete Pfingstzeit Ihnen!

 Ihr Bruder Paulus

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RADIO / TV

22. Mai 2010, 16.59 Uhr Sat1 - So gesehen „Pfingsten“
23. Mai 2010, 08.30 Uhr N24 – Ethik, Um Gottes Willen

VORTRAG / DISKUSSION / BEGEGNUNG
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PREDIGT

23. Mai 2010, 15 Uhr Deggingen, Maiandacht Kapuzinerkloster Deggingen
24. Mai 2010, 10 Uhr Maselheim/Heggbach, Eucharistiefeier
27. Mai 2010, 19 Uhr  Studierendengottesdienst in Würzburg

LINKTIPP
Nachhilfe gefällig? Aus dem katholischen Katechismus: Die Kirche

BUCHTIPP
Medizin für das Erschöpfte Selbst: Der Weg der Erlösung

NACHGEHÖRT
Dreimal drei heilige Tage der Sehnsucht
Das Besondere der Zeit vor Pfingsten. Predigt von Br. Paulus am 18. Mai 2010, 9.30 Uhr Kapuzinerkloster Würzburg (8 Min.)

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