Neulich fand ich ein Jahreslos für eine Lotterie in der Werbepost. Der Jahreswechsel weckt Glückserwartungen. Warum eigentlich?
Obwohl unsere Jahre und Monate willkürlich festgelegt sind – man denke an den jüdischen Kalender, den chinesischen etc. - , müssen wir uns irgendwie in der Zeit festmachen. Sie vergeht. Oder vergehen wir, sie aber bleibt?
Der Untergang des Jahres ist eine kollektive Sterbeerfahrung: Die Zeit könnte stehenbleiben. Und wir in ihr. Also muss man sie in Bewegung bringen. Die Kracher und anderen Feuerwerke sind solche mythischen Bemühungen, das Rad der Zeit vor dem Stillstand zu bewahren, wenn es auf die Zwölf zuläuft und vielleicht oben auf dem Endpunkt stehen bleiben könnte.
Das ist alles ein Spiel. Und auch der Wunsch nach dem Glück gehört dazu. Letztlich weiß keiner, was ihm wiederfahren wird. Was wie Glück aussieht, kann zum Unglück werden – im vergangenen Jahr hat Jauch’s erste Millionärin davon erzählt. Und manches Unglück kann zur Quelle des Glücks werden – Monica Lierhaus ist uns gut im Gedächtnis.
Als Mensch, der Gott im Leben gegenwärtig weiß, hat jede Sekunde das Glück, voll von Ewigkeit zu sein. Ich wünsche Ihnen, dass Sie das auf je Ihre Weise auch erfahren
Ihr
Bruder Paulus