Vater und Mutter sollst du ehren – ein altes Gebot Gottes. Wahr daran ist auf jeden Fall: Was Vater und Mutter machen, beschäftigt die Kinder ein Leben lang.
Die Kinder? Wenn zum Muttertag Familien zusammenkommen, sind das das ja meistens keine Kinder, höchstens Enkelkinder sind dazwischen. Und trotzdem: „Die Kinder kommen!“ sagt auch die schon älter gewordene Mutter zur Nachbarin.
Das in der frühen Kindheit - hoffentlich – geprägte Vertrauensband hält ein Leben lang. Ist gut so. Meistens wenigstens. Dann nämlich, wenn das Vertrauen zwischen Mutter und Kind zum Vertrauen des Kindes in die Welt, in die Mitmenschen und auch in Gott wird.
Jesus jedenfalls stellt auf die Probe: Er ruft die Söhne von Fischern weg aus dem Familienbetrieb. Über die Ehe zitiert er das Alte Testament: Darum werden sie Vater und Mutter – für die Ehe – verlassen.
Vater und Mutter ehrt, wer angemessen mit ihnen umgeht. Ihnen z.B. nicht lebenslang auf der Tasche liegt. Ihnen – auch ungebeten - Hilfe zur Lebensordnung gibt usw.
Mütter und Väter brauchen „Kinder“, die erwachsen mit ihnen umgehen.
Ihr
Bruder Paulus