Täglich abends blickt ein Bischof live auf den aktuellen Tag zurück. Morgens um 9 Uhr war schon eine Stunde Magazin „Glauben 60 plus“. Um 14 Uhr ein Magazin „unbehindert Freude“ für körperbehinderte Menschen. Um 19 Uhr eine Kindersendung „Nachtstern“ mit Abendgebeten und Geschichten zur Nacht. Morgens und abends Gebetsmagazine, nachts eine Seelsorgesendung „Seelenfrieden“. Dazwischen Magazine wie „Dazwischen“, vom Bonifatiuswerk produziert, „Afrika nah“ von MISEREOR oder „Latino Life“ von ADVENIAT.
Am Freitag dann das Magazin „Inschallah“ für muslimische Gläubige, am Samstag ein Sendeplatz für jüdische Gemeinden. Auch Atheisten sollten ihre Meinung sagen dürfen. Dazwischen philosophische Seminare und Magazine zur Begleitung von Taufbewerbern und Firmlingen. In Zusammenarbeit mit Radio Vatikan eine Weltschau, die die Armen und die Gläubigen nicht vergisst. Der katholische Sender wäre dem journalistischen Ethos verpflichtet, unabhängig zu berichten … Unabhängigkeit freilich verstanden als Verbindlichkeit in ethischen Grundsätzen und im katholischen Glauben.
Ich bin davon überzeugt, dass die Katholische Kirche eigenverantwortet über den Fernsehweg ihre Fenster weit öffnen kann auch in Deutschland. Was in Amerika möglich ist seit Jahrzehnten, habe ich mir jetzt vor Ort angesehen. Ich war begeistert, auch bei Betrachtung der üblichen Schwierigkeiten, die erfolgreiche Werke mit sich bringen.
Warum also nicht in Deutschland katholisch auf Sendung gehen? In Italien und Frankreich geht die Kirche über die Fernbedienung auf die Gesellschaft zu. Erfolgreiche katholische Radiosender bahnen schon den Weg. Dies und mehr wäre möglich, wenn sich Katholiken fänden, die im Sinne des Laienapostolates das Katholische Fernsehwerk ins Leben rufen. Interessenten dürfen sich gern um mich sammeln.
Ihr
Bruder Paulus