Das Portal zum Menschen Bruder Paulus
« März - 2017 »
SMDMDFS
 
01
0203
04
05
060708091011
1213141516
17
18
19
20212223
24
25
26
27282930
31
 
Sie befinden sich hier: Startseite Kommentare In den richtigen Ton übersetzen

Gottes Liebe tun

In den richtigen Ton übersetzen

Der polnische Kapuziner Ksawery Knotz, in Deutschland bekannt geworden durch sein erstes Buch über Sexualität und Ehe hat nachgelegt. Soll ich sein neues Buch „Sex, wie ihr ihn nicht kennt“ in Deutschland mit herausgeben?

Darin heißt es z.B. laut einer Übersetzung des polnischen Originals:  „Viele Leute, die sich das Ehesakrament gespendet haben, reden nie miteinander über ihre Gottsuche, ihre Erfahrungen der Begegnung mit Ihm. Sie beten nie miteinander, manche besuchen sogar den sonntäglichen Gottesdienst nicht zusammen, vom Bibelteilen oder Gesprächen über Weisheiten religiöser Bücher ganz zu schweigen… Die Ehe wird nicht in der Dimension des Glaubens, d.h. der Beziehung zu Gott und damit in der Dimension des Sakraments, gelebt.

Solche und viele andere Sätze schon des ersten Kapitels machen mich skeptisch. In meinen Ohren klingt das herabwürdigend. Das Anliegen verstehe ich. Doch für den deutschen Kulturkreis müssen wir anders formulieren.

Etwa: „Paare, die ihre Ehe vor Gott geschlossen haben, reden nicht automatisch regelmäßig über Gott. So paradox es sich anhört: Je näher man sich ist, um so schwerer ist es, sich über eine intime Frage wie die der Gotteserfahrung auszutauschen. Selbst das Gespräch über die religiöse Praxis – ein Paar ist ja frei, in den eigenen vier Wänden zu tun, was es will: Aber es muss eben wollen! – kommt nicht von selber auf. Und es anzustoßen braucht, wieder paradox, gerade wegen der tagtäglichen Nähe oft eines kräftigen Impulses von außen. Dabei könnten Mann und Frau so manche Erfahrung, die sie in der Jugendzeit mit Bibelgespräch, Diskussion über religiöse und philosophische Texte oder schlicht mit Wallfahren gemacht haben, für ihre Ehe fruchtbar machen. So würde in abgesprochenen Riten und neuen Versuchen, Religion zu leben, die Dimension der Ehe als Sakrament oder „Kirche im Kleinen“ deutlicher werden.“

Wenn ich so umformuliere, merke ich, dass ich Lust habe, die Vorlage meines Bruders aus Polen aufzugreifen. Ich würde nach einem Ton suchen, der offener ist und den Inhalt christlicher Lebenserfahrung eher anbietet als ihn in alten Formeln einfach nur zu wiederholen.

Sollte ich mich daran wagen? Wie finden Sie meinen Übersetzungsversuch?

Mit herzlichen Grüßen aus meiner Nachdenk-Werkstatt

 

Ihr

signatur_2_10.jpg

Verlinkung eintragen:
twitter.defacebook.degoogle.commyspace.delinkedin.deemail

Letzte Aktualisierungen

*  24.03.2017 06:32 - Startseite
*  13.12.2016 22:15 - Predigten
*  13.12.2016 22:14 - Predigten