Achtung, Spielverderber: Es stört mich, dass Helmut Schmidt bei seinen Fernsehauftritten rauchen darf! Dabei ist in Hamburg sogar das öffentliche Trinken von Alkohol in den Bahnen verboten. Wer’s dennoch tut, wird bestraft.
Helmut Schmidt wird nicht bestraft, wenn er raucht, wo es keiner mehr darf. Nicht mal mehr der Tatortkommissar.
Welche Ethik will man mit dem Vorführen respektive der Selbstvorführung des Rauchers Helmut Schmidt fördern? Welche Werte sollen gewahrt werden, dass man ihretwegen allgemeine Normen außer Kraft setzt?
Ist die Quote das wert? Oder hat er so Kluges sagen? Vielleicht sogar über Regeln und die Notwendigkeit, sich an sie halten, wenn man Wirtschaft und Staat erhalten will?
Schmidt’s öffentliches Rauchen erinnert mich an das Herrschaftsgehabe und an die Herrschaftsmacht, mit der Patriarchen, Könige und Führer geltende Regeln für sich außer Kraft setzten.
So gesehen ist Helmut Schmidt ein lebendiges Mahnmal für aufmerksame Demokraten.
Ihr
Bruder Paulus