Die österliche Bußzeit führt uns bis Ostern auf einen intensiven Übungsweg. Die wichtigste Teilübung: Sich von Ostern her einleuchten lassen, dass wir im Leben schon alles haben.
Das ist missverständlich, ich weiß. Dennoch: Ich glaube daran, dass uns mit Jesus einer voranging, mit dem uns Gott schon alles geschenkt hat. Seine Auferstehung wirkt in mir. Er ist der erlöste Mensch für alle Menschen. Mein Leben w i r d in Gott aufgehoben sein.
Der Widerspruch dagegen: Aber die Welt ist doch böse. Die Lüge regiert. Das Leid hat die Oberhand.
Der österliche Widerspruch dagegen nun wieder: All das ist durchkreuzt. Jesus hat es schon durchlitten. Als Gottessohn konnte er das Kreuz der Vergangenheit, seiner Gegenwart und der Zukunft auf sich nehmen. Wir haben einen Bruder, der uns zur Seite geht. Er schenkt uns teilnehmende, mittragende und verständnisvolle Nähe von göttlicher Qualität.
Deshalb: Gott gibt Leben genug. Unsere engen Grenzen können ihn nicht ausgrenzen. Was uns auch fehlt: Wer Gott hat, hat genug.
Ihr
Bruder Paulus