Viele der Studentinnen und Studenten an der Universität forschen eifrig für ein großes Ziel: Etwas zu entdecken, was so noch niemand vorher entdeckt hat.
Sie stehen in der Tradition der Klöster mit den großen Bibliotheken. Die Theologen haben darin mit dem Bewusstsein geforscht, dass Gott in seiner Fülle jeden Menschen als Original geschaffen hat, und niemand die Kopie eines anderen ist. Und dass jeder einen neuen, noch nie vorher da gewesenen Gedanken in die Welt bringen kann.
Darum verlangen die Universitäten von allen, die eine wissenschaftliche Arbeit abgeben, eine Ehrenerklärung. Auch Theodor zu Guttenberg hat dies getan: Ich habe die Doktorarbeit ohne fremde Hilfe und nur mit den von mir angegebenen Quellen verfasst.
Ich finde es daher richtig, dass über seine Dissertation diskutiert wird. Es geht nicht nur um das Ehrenwort und wie ernst Herr zu Guttenberg da noch zu nehmen ist. Es geht vor allem um den Ernst und die Würde wissenschaftlicher Arbeit. Die Studenten haben es verdient, dass Wissenschaft sich selber ernst nimmt. Dass in Deutschland ernsthafte Professoren gewissenhaft lehren und ebenso gewissenhaft prüfen.
Nur wegen eines Scheines was zusammenschreiben: Damit ist keinem geholfen. Die Mühe des Studiums, die selbsterbrachte Leistung, das Ringen um einen neuen Gedanken: Mit Gottes Hilfe ist jeder dazu fähig.