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Sie befinden sich hier: Medien Medienresonanz 13. Oktober 2010 Handwerkskammer.de Ethische Menschen haben in der Not Freunde

Ethische Menschen haben in der Not Freunde
 
Bruder Paulus Terwitte sprach in der Handwerkskammer
 
Mehr als 100 Handwerker waren in die Handwerkskammer in Regensburg gekommen, um dem Vortrag von Bruder Paulus Terwitte zum Thema „Erfolg mit Ethik: Warum gute Menschen erfolgreicher sind“ zu folgen. Eingeladen hatten die Arbeitsgemeinschaft für Unternehmensführung im Handwerk unter Vorsitz von Ernst Vögel, die Jungen Unternehmer Niederbayern-Oberpfalz sowie die Handwerkskammer.
 
„Ethik ist eine Philosophie, die sich darüber Gedanken macht was ist gut, was ist schlecht“, führte Bruder Paulus in das Thema ein. Der ethische Mensch habe den Standpunkt der Selbstsucht verlassen. Ein ethischer Mensch sei ein Mensch, der sagt: ich werde dann am Besten satt, wenn auch du satt wirst.
 
„Die größte Bedrohung für die Ethik ist, dass die Ökonomie in den letzten 30 Jahren zu einer Mathematisierung verkommen ist“, so Bruder Paulus. Das starre Schauen auf die Zahlen habe das menschliche Miteinander zerstört. Die Materialisierung der Welt führe dazu, dass nur noch das zählt, was am Ende dabei herauskommt und dann in einer Excel-Datei steht. Die zweite Bedrohung der Ethik liege im Auseinanderfallen der sozialen Bezüge. Wo kein sozialer Bezug mehr gegeben sei, da entstehe Anonymität und nehme die Verantwortung ab. Der unethische Mensch sei allerdings langfristig der Dumme, „weil ich mich auf den nicht verlassen kann.“
 
„Werte sind das, was uns Gott gegeben hat, um uns vom Tier zu unterscheiden“, sagte er. Der Mensch könne sich entscheiden. Er sei kein Automat. „Der Mensch ist ein Instinktreduziertes Wesen.“ Anstatt Instinkte, die ihn zwingen, habe der Mensch Werte. „Er ist frei.“ Werte seien das, was uns zum Nachdenken bringe. „Die Werte müssen wir uns persönlich aneignen, damit wir frei werden“, unterstrich er seine Philosophie.
 
Mensch sein, zeige sich auch darin, ob ich mich entschuldigen kann. Ob im Menschen aufgehe: „ich bin schuldig geworden.“ Ethisches Verhalten beziehe sich auf die Werte, die in das Herz eines Menschen eingeschrieben sind. Das christliche an Werten sei: „Es lohnt sich auch dann ethisch zu leben, wenn ich enttäuscht worden bin.“ Ethische Menschen seien schließlich auch erfolgreicher, weil sie Freunde in der Not hätten.
 
Die ethische Gemeinschaft sei die Gemeinschaft der Erfolgreichen. Ethisch sein heiße einer sein, auf den man zählen kann.
 
So sei die Stärkung der Kommunen auch eine politische Forderung, dass die Gesellschaft ethischer sein solle. „Wir brauchen wieder das Vertrauen in kleinere Einheiten und Organisationen.“ Der Trend zu immer größeren Zusammenschlüssen in Wirtschaft und Gesellschaft schmälere das Vertrauen in diese Einrichtungen.
 
Direkt das Handwerk ansprechend meinte er: „Der Heilige Joseph war Zimmermann. Die schöpferische Arbeit in der Welt hat das Christentum geadelt. Der Adel der Handwerksarbeit ist die Erfolgsgeschichte gewesen, die das Christentum durch das Abendland gezogen hat.“ Schließlich seien ethische Menschen erfolgreicher, weil sie mit dazu beitrügen, „dass unsere Welt nicht untergeht, sondern ein Erfolg ihres Schöpfers bleibt.“
 
Publikationen und zahlreiche Auftritte in Fernsehen und Radio haben Bruder Paulus Terwitte aus dem Kapuzinerkloster Käppele in Würzburg bekannt gemacht. Mit 19 trat er in den Kapuzinerorden ein, studierte Theologie und wurde als Priester eingesetzt. Ab November 2010 wird er für das Obdachlosen-Frühstück seines Ordens in Frankfurt am Main verantwortlich sein und als Passanten-Seelsorger in der Frankfurter Innenstadt wirken.

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