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Sie befinden sich hier: Medien Medienresonanz 01. Oktober 2010 Fuldaer Zeitung, Unternehmerforum: Wert der Arbeit im Fokus

Unternehmerforum: Wert der Arbeit im Fokus

FULDA Was ist Arbeit wert? Und welchen Wert hat Arbeit? Diesen Fragen näherten sich – aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln – Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft beim vierten Unternehmerforum des Landkreises Fulda im Casino des Verlagshauses Parzeller.»Die Erfolge sind da«, bilanzierte Alexander Böhne von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. »Arbeit ist die Verbindung eines Menschen zur Gesellschaft«, betonte Bruder Paulus Terwitte.

„Vom Wert der Arbeit – für die Gesellschaft, das Unternehmen, den Menschen“; mit diesen Worten war das Unternehmerforum überschrieben, zu dem der Kreis Fulda im Zuge der Initiative „50Plus“ eingeladen hatte.Wie gelingt es, gerade ältere Menschen in Beschäftigung zu bringen?

Wie gelingt es, sie in Beschäftigung zu halten? Welche Rolle spielt der demografische Wandel? Was kann die Politik tun? Und was die Unternehmen? Fragen, mit denen sich vor mehr als 100 Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft im Casino des Verlagshauses Parzeller zwei hochkarätige Referenten auseinandersetzten: Dr. Alexander Böhne von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Kapuziner-Mönch Bruder Paulus Terwitte. Moderiert wurde die Veranstaltung von Redakteur Christof Völlinger.

Böhne war bestrebt, mit gängigen Vorurteilen aufzuräumen. Ältere Arbeitnehmer würden nicht häufiger krank als jüngere. Sie seien auch nicht weniger motiviert. Böhne sagte, Unternehmen profitierten vor allem dann, wenn Ältere mit Jüngeren zusammenarbeiteten – und beide Gruppen ihre Kompetenzen zusammenbrächten. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels mahnte Böhne ein „strategisches und langfristiges Personalmanagement“ an. Firmen müssten ihre Belegschaft „demografiefest“ machen. Böhne sprach sich zugleich für eine weitere Flexibilisierung des Arbeitsmarktes in Deutschland aus. Inzwischen hätten 56,2 Prozent der 55- bis 64-Jährigen in Deutschland einen Arbeitsplatz. Immer noch zu wenig, aber deutlich mehr als noch vor einigen Jahren. „Wir liegen damit über dem EU-Schnitt. Man sieht also: Die Erfolge sind da“, sagte Böhne.

„Arbeit gibt dem Leben einen Sinn“

Über den Wandel der Arbeit und den Wandel der Werte sprach in der Folge der aus Funk und Fernsehen bekannte Bruder Paulus Terwitte aus Würzburg. Er hob die Bedeutung des Mittelstandes hervor und wagte zugleich die These: „Jeder Mensch will arbeiten.“ Begründung: Wer arbeite, der fühle sich gebraucht. „Arbeit ist die Verbindung eines Menschen zur Gesellschaft. Arbeit ist Kommunikation mit der Welt, Arbeit ist Teil der Menschenwürde“, sagte Bruder Paulus und bekannte, dass es ihm manches Mal durchaus schwer falle, sich „den Ertrag meiner Arbeit nicht in die Tasche stecken zu können“.

Paulus betonte, ältere Arbeitnehmer seien ein großes Pfund, auf das eine alternde Gesellschaft nicht verzichten könne. Ältere brächten Erfahrung mit. Sie garantierten einer jeden Firma Beständigkeit. Und sie verfügten über die nötige Gelassenheit, Konflikte aufzufangen. Während seines Vortrages warf Bruder Paulus auch die Frage auf, wer nun eigentlich Arbeitgeber und wer Arbeitnehmer sei. Schließlich gebe jeder, der arbeite, etwas. Und jeder Unternehmer nehme auch etwas.

Zu Beginn der etwa zweistündigen Veranstaltung hatte Parzeller-Geschäftsführer Rudolf Lechner mit Blick auf das nunmehr vierte Unternehmerforum von einem „spannenden und wichtigen Thema“ gesprochen. Arbeit gebe dem Leben einen Sinn. Sie zeige einem Menschen, dass er gebraucht werde. Lechner sagte, der Wohlstand einer Gesellschaft gründe darauf, dass die Menschen Arbeit hätten. Und: Je mehr Menschen Transferleistungen bezögen, desto weniger Wohlstand gebe es.

Landrat Bernd Woide (CDU), der Leiter des Amtes für Arbeit und Soziales, Jürgen Stock, und „50Plus“-Projektkoordinator Ulrich Nesemann berichteten in der Folge über Chancen und Erfolge des Projektes „50Plus“. „Wir wollen die Akteure zusammenbringen. Wir wollen ins Gespräch kommen“, sagte Woide und hob zugleich die Medienpartnerschaft durch unsere Zeitung hervor.

Fuldaer Zeitung, 01. Oktober 2010

Unternehmerforum (pdf Datei zum Download)

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