Termin: Sonntag, 23. Mai 2010, 8.30 Uhr, N24 Ethik „Um Gottes Willen"
Veranstalter: N24
Beginn: 8.30 Uhr
Ende: 9.00 Uhr
Titel: Bernd Trost im Gespräch mit Bruder Paulus bei N24 „Um Gottes Willen“
Link: N24 Ethik Um Gottes Willen
Art der Veranstaltung: Interview
Infotext:
Wer möchte sich schon mit den Themen Alter, Krankheit und Tod auseinandersetzen? Für Bernd Trost sind genau diese Themen beruflicher Alltag. Der 48Jährige leitet zwei Altenpflegeheime in Frankfurt am Main. Jedoch war dieser Werdegang nicht geplant. Bernd Trost lernte ursprünglich Baukaufmann, entschied sich dann aber ganz bewusst für die Arbeit mit Menschen „ich wollte nicht mehr in irgendwelchen Vorstandsetagen sitzen, sondern mit echten Menschen arbeiten.“
Bernd Trost sieht seinen Beruf von der menschlichen Seite. Wie schwer es Menschen fällt, ihre Angehörige in eine Pflegeeinrichtung zu geben – dafür hat er vollstes Verständnis „diese Angehörigen sind ja in einem Alter, in dem sie jung und dynamisch sind. Wenn dann die Eltern ins Pflegeheim müssen, wird man ja ständig mit der eigenen Endlichkeit und Zerbrechlichkeit konfrontiert.“ Die Auseinandersetzung mit diesen Themen passe, so Bernd Trost, sicher nicht in den heutigen Zeitgeist. Bernd Trost setzt sich ein, für mehr Akzeptanz und Respekt gegenüber der Altenpflege und ihrer Mitarbeiter. Gerüchte und Klischees sind dem Altenheimleiter ein Dorn im Auge.
Aufklärung z.B. hinsichtlich des Themas „Gewalt in der Altenpflege“ liegt Bernd Trost daher sehr am Herzen „Gewalt ist ein großes Thema, mit dem wir sensibel umgehen müssen. Doch sind bei Weitem nicht alle Einrichtungen von Grund auf schlecht. Ich kenne sehr viele und sehr gute Häuser, in denen glückliche Menschen leben. Aber die schaffen es eben nicht in die Zeitungen.“
Bei N24 „Um Gottes Willen“ trifft Bruder Paulus Bernd Trost. Der Leiter zweier Altenpflegeheime gibt einen spannenden Einblick hinter die Kulissen der Altenpflege. Offen und mit viel Herz berichtet Bernd Trost über die Sonnen- und Schattenseiten eines Berufes, dem in der Öffentlichkeit kaum Beachtung geschenkt wird.