Termin: Sonntag, 17. Januar 2010, 8.30 Uhr, N24 Ethik „Um Gottes Willen"
Veranstalter: N24
Beginn: 8.30 Uhr
Ende: 9.00 Uhr
Titel: Jörg Berger im Gespräch mit Bruder Paulus bei N24 „Um Gottes Willen“
Link: N24 Ethik Um Gottes Willen
Art der Veranstaltung: Interview
Infotext:
Viele Fußballfans kennen ihn - den „Feuerwehrmann der Bundesliga“, Jörg Berger. Doch nur wenige Menschen kennen die bewegte Lebensgeschichte des inzwischen 66 Jährigen. In der ehemaligen DDR aufgewachsen konnte sich Jörg Berger dort erst als Spieler und später als Trainer einen Namen machen. Was für die einen eine Traumkarriere ist, wurde für Jörg Berger zum Spießrutenlauf „im Zuge meiner Karriere nahm auch der Druck seitens des Systems immer mehr zu. Das Wort Freiheit wurde für mich immer wichtiger.“
Für Jörg Berger entschied sich zur Flucht. 1979 bei einem Länderspiel in Jugoslawien setzte der beliebte Fußballtrainer seinen Plan in die Tat um „es war nicht leicht, sich diesen Ruck zu geben. Als ich dann endlich im Zug gen Westen saß, habe ich mein Tun in Frage gestellt.“ Jörg Berger ließ seinen Sohn und seine Eltern zurück und wusste, dass er sie bis auf weiteres nicht mehr wieder sehen würde „Für mich war die Entscheidung richtig. Aber für meine Familie war es etwas anderes.“
Jörg Berger träumte von einem selbstbestimmten Leben. Doch die Träume des Familienvaters sollten sich vorerst nicht erfüllen. Jörg Berger hatte auch im Westen keine Ruhe vor der Stasi „ich hätte nie geglaubt, dass der Einfluss des Systems, der Stasi, im Westen noch stärker war als vorher im Osten.“ Auch im Westen wurde der Bundesligatrainer beobachtet und verfolgt „Manipulationen am Auto und ein Giftanschlag - ich habe das alles aus den Stasi-Akten entnommen. Das tat sehr weh.“
Bei N24 „Um Gottes Willen“ trifft Bruder Paulus Jörg Berger. Der Fußballtrainer erzählt sehr offen über sein Leben und die Flucht aus der DDR. Ein Motto begleitet Jörg Berger bis heute: „Resignation ist das Alibi der Schwachen.“