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Sie befinden sich hier: Medien Medienresonanz 29. Oktober 2012 - Der mulitmediale Kapuziner, MHMK Köln

 

Der „multimediale“ Kapuziner Bruder Paulus Terwitte, der Leiter der Brüdergemeinschaft der Kapuziner Frankfurt, war im Rahmen der Ringvorlesung Gesprächsgast bei MHMK-Professorin Dr. Marlis Prinzing.

 

 

Br. Paulus ist ein Mönch wie aus dem Bilderbuch: Stattlich, braune Kutte, die Schnurkordel mit den Knoten für die Gelübde Ehelosigkeit, Gehorsam und Armut umfängt den üppigen Bauch. Er ist einer, der Tradition gegenwärtig macht. Seine Mailbox funktionierte er zum Beichtstuhl um, Fernsehstudios sind seine Kanzel, von der er katholische Soziallehre predigt. Er tritt auf wie Gottes Regierungssprecher und Außenminister in Personalunion. Der wohl medienaktivste Mönch weit und breit will Öffentlichkeit für den Glauben herstellen.

 

Bei seinen Mitbrüdern kam das nicht immer an, doch schließlich begannen sie immer mehr die Öffentlichkeit zu schätzen, in der sich Paulus so gerne bewegte und die er auch zu ihnen holt seit er im Sommer 2000 begann, täglich eine Bild-Schlagzeile mit einem Bibelspruch zu kommentieren. Bald danach kamen Journalisten der Frankfurt Allgemeinen Zeitung und von Sat 1 ins Kloster, um ihn zu interviewen. N24 bot ihm eine Talkshow an („So gesehen“), er nimmt für das Domradio Köln regelmäßig das Nachtgebet auf, twittert, gründete eine Filmproduktionsgesellschaft, sitzt dem Katholischen Pressebund vor - und verfolgt bei allem ein Ziel: „Ich möchte eine Satellitenschüssel sein für Gott.“

Br. Paulus erzählte an der MHMK im Gespräch mit Prof. Dr. Marlis Prinzing, wieso er kurz nach dem Abitur zu den Kapuzinern ins Kloster Werne an der Lippe zog. Die beiden sprachen über die Herausforderungen, denen er sich heute vor allem stellen muss. Paulus nannte die Armut, und zwar die Armut jener, die sich schämen, um Hilfe zu bitten und deren Not oft auch einem Geistlichen verborgen bleiben, der nahe an den Menschen tätig sein will.

Im Mittelpunkt der Diskussion, in der sich die Studierenden sehr engagierten, standen Glaubwürdigkeit der Kirche und die Erwartung, dass die Kapuzinergemeinschaft sich vorbildlich verhält und offen ist.

 

Auf großen Widerspruch stieß, als Paulus sagte, bei Neuaufnahmen wolle man allenfalls ausnahmsweise mal einen Mann um die 50 oder älter. Die deutsche Gemeinschaft zählt gegenwärtig rund 140 Brüder. Die Studierenden fanden, man könne doch keinen draußen lassen nur, weil er sich spät für diesen Weg entscheide. Paulus entgegnete, in diesem Alter bringe man zu viele Pakete mit - gescheiterte Ehen, Kinder, für die Unterhalt gezahlt werden muss - und sei längst wenig veränderbar. Darin sieht er einen Nachteil gegenüber jenen, die sich schon früh für diesen Weg entscheiden, so wie er.

Marlis Prinzing traf Br. Paulus Terwitte bereits aus verschiedenen Anlässen, für ihre Talkshow, für den Rheinischen Merkur und für ein Buch über Glaubensstandpunkte. (EB)

Montag 29. Oktober 2012 MHMK, Journalistik

 

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