Das Portal zum Menschen Bruder Paulus
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Sie befinden sich hier: Medien Medienresonanz 23. Oktober 2009 Badische Neuste Nachrichten - Gesprächsrunde in Ettlingen (Kopie 1)

„ Ein toller Redner" „Medienmönch" Bruder Paulus im Eichendorff zu Gast Ettlingen (cak).

Eigentlich brauchte er gar kein Mikrophon. Die tiefe und klare Stimme des knapp zwei Meter großen Mannes reicht von der Bühne mühelos bis in die mittleren Sitzreihen des Saales, in dem er gleich seinen Vortrag halten wird. Lampenfieber merkt man ihm dabei nicht an, im Gegenteil: Viel lieber macht er noch ein paar Scherze zur Auflockerung. Ein echter Vollprofi eben. Nur eins passt dabei nicht so recht ins Bild Der Mann trägt Kutte.

Bruder Paulus - einer der prominentesten Kirchenmänner Deutschlands - sprach am vergangenen Freitag über sein Buch „Das Leben findet heute statt - Angriff auf die Vertröstungsgesellschaft" in der Aula des Eichendorf f-Gymnasiums in Ettlingen. Der Eintritt war frei, für Getränke sorgte die Klasse 11b. Veranstaltet wurde der Vortrag vom Karlsruher Verein „Moonlife", der sich für Leukämiekranke einsetzte und sich nach zehn Jahren mit der Lesung aus der Öffentlichkeit verabschiedete.

Das Leben findet heute statt: Dieser Satz fällt in Bruder Paulus' Reden auffallend häufig. „Wer standig darauf wartet, dass das Leben beginnt, der vergisst, den Augenblick zu genießen", meint er. Statt dessen mäkelten die Menschen an ihrem unperfekten Leben herum und seien nie zufrieden: „Der Mensch ist kein ewig Suchender, irgendwann muss er ankommen und Wurzeln schlagen." Glücklich sei der Mensch erst dann, wenn er begreift, dass das eigene Leben so wie es ist von Gott gewollt sei. „Wir sollten keine Angst vor Entscheidungen haben", appelliert Bruder Paulus an das Publikum. Er selbst hat sich schon ziemlich früh entschieden: Gleich nach dem Abitur tritt Bernhard Terwitte aus dem Münsterland als Bruder Paulus in den Zisterzienserorden ein - „da waren schon immer richtige Typen" -, studiert katholische Theologie und Philosophie, wird Seelsorger und schließlich Priester, lebt und arbeitet seit dieser Zeit in vielen deutschen Städten.

Bereut hat er das nach eigenem Bekunden nie. „Ich habe eine Botschaft, und die möchte ich auch vielen Menschen mitteilen", sagt Bruder Paulus. Das tut er auf ziemlich unorthodoxe Weise, denn der Ordensmann ist so etwas wie ein „Medienmönch". Schon häufig war er Gast bei den Talkshows von Anne Will und Maybrit Illner, zwei eigene Sendungen hat er im Fernsehen, ganz zu schweigen von seiner Präsenz im Internet: Heutzutage darf eben auch ein Kirchenmann twittern. Als moralische Instanz nimmt der 50-jährige Zisterziensermönch dabei zu Fragen der Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft gern Stellung. So auch am Freitag Abend.

Beim Publikum kommt seine Rede gut an: Nach anderthalb Stunden scharen sich viele der knapp 50 Zuhörer um den Ordensmann, lassen sich Bücher signieren. „Ein toller Redner", findet einer der Besucher. „Das war wirklich sehr inspirierend", meint eine andere. Sie sei zwar Protestantin, „aber was er zu sagen hat, gilt für uns alle." „Wir sollten keine Angst vor Entscheidungen haben"

Badische Neuste Nachrichten, 26.Oktober 2009

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