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Den Geist der Weihnacht herbei telefonieren


Bruder Paulus: So zeigt man während der Festtage Nächstenliebe

Region Rhein-Main – Weihnachten ist das Fest der Liebe? Von wegen! Oft spielen Geschenke, Streitereien und das Festtagsmenü die Hauptrolle. Bruder Paulus verrät, wie man Nächstenliebe während der Feiertage leben kann – und damit den Geist der Weihnacht in sein Herz lässt. Von Christian Reinartz

Die Weihnachtsgeschichte ist eine Geschichte von Nächstenliebe, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft. Sie soll die Menschen nicht nur an die Geburt des Heilands erinnern. Sie ist auch Handlungsanweisung, Richtschnur für verantwortungsvolles Leben, in dem nicht nur der eigenen Wohlstand zählt, sondern auch die Menschlichkeit. Doch das ist hinter einem Vorhang aus Geschenkerausch und Festtagsaufregung nur noch schemenhaft zu erkennen. Außer ein paar frommen Liedern und dem Pflichtkirchenbesuch an Heiligabend ist in den meisten Familien nicht viel übrig geblieben vom wahren Geist der Weihnacht. Doch wie kann man das ändern ohne die liebgewonnenen Familientraditionen zu gefährden? „Es braucht gar nicht so viel“, weiß Kapuziner Bruder Paulus.

Der Mann ist Deutschlands Medien-Mönch Nummer eins und wirkt als Guardian des Kapuzinerklosters Liebfrauen im Herzen Frankfurts. Er erklärt, wie einfach es ist, an den Feiertagen Nächstenliebe zu schenken – und wie gut es sich anfühlt.

1. Dem Nächsten Zeit schenken

„Einfach an den Feiertagen das eigene Telefonbüchlein durchblättern. Jeder kennt Menschen, von denen er weiß, dass sie an Weihnachten alleine sind. Auch wenn es im ersten Moment Überwindung kostet, genau diese Menschen sollte man anrufen, ein frohes Weihnachtsfest wünschen und sich einige Zeit mit ihnen unterhalten. So klein und unscheinbar diese Geste auch erscheinen mag, für die Einsamen ist es das größte Geschenk überhaupt.“

2. Der Traurigkeit Raum geben

„Menschen lehnen es gerade an den Weihnachtsfeiertagen, aber auch sonst im Leben, eher ab, sich Traurigkeit ins eigenen Leben zu holen. Das finden viele unbequem. Und die Stimmung drückt es auch. All die schlimmen Dinge, all die Schicksalsschläge und die Verluste unter denen die Mitmenschen leiden, werden da krampfhaft ausgeklammert. Aber genau das ist falsch. Zu Weihnachten gehört es gerade, sich auch mit den Traurigen auseinanderzusetzen, ihnen Halt zu geben. Dazu kann etwa ein Krankenbesuch gehören. Aber auch der Besuch der Großeltern auf dem Friedhof. Wer tut das schon an Weihnachten? So absurd es im ersten Moment klingt, wer der Traurigkeit Raum lässt, wird ein friedliches Weihnachtsfest erleben.“

3. Die echten Krippen besuchen

„Dazu ist es wohl erstmal nötig über den eigenen Schatten zu springen, die Wohlfühlzone zu verlassen. Bei einem Spaziergang zu den wahren Krippen der heutigen Zeit, kann man sich selbst vor Augen führen, was die wahre Botschaft der Weihnachtsgeschichte bedeutet. Diese Krippen sind mitten unter uns, nur keiner sieht sie. Es sind die Obdachlosenunterkünfte und Tagestreffpunkte für Wohnsitzlose. Es sind die Flüchtlingsheime und Notunterkünfte. Man muss nicht hineinschauen. Es langt, sie von außen zu betrachten. Das alles sind Orte der Armut, in die Gott hineingeboren wurde, wie damals in der Krippe in Bethlehem. Wer das erkennt, hat die wahre Botschaft von Weihnachten verstanden.“


ExtraTipp, 19. Dezemeber 2015

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