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Sie befinden sich hier: Medien Medienresonanz 14. Juni 2011 - Fränkische Nachrichten - Das Lob der Originalität

Festrede: Bruder Paulus Terwitte hielt imposante Ansprache

Das "Lob der Originalität"

Bronnbach. Das dürfte nicht jedem Festredner gelingen: Eine Ansprache zu halten, die bei der Zielgruppe auch ankommt. Dieses Kunststück gelang am Donnerstag Bruder Paulus Terwitte bei der Entlassfeier der Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums. Dabei fiel sein "Lob der Originalität" in Teilen sicher anders aus, als von manchem erwartet.

Originell zu sein, heißt für den Kapuzinerpater unter anderem "dass es gut ist, wie man ist". Wer originell sein wolle, solle Ausschau halten nach Originalen, solle versuchen, sich wenigstens ab und zu sich dem Mainstream zu entziehen und etwas Besonderes zu sein. "Unserer Gesellschaft fehlen die Originale", dozierte der Leiter des Klosters Liebfrauen in Frankfurt am Main. "Sie sollen alle in Windoof 7' hineingepresst oder verappelt' werden.

"Immer wieder rief Bruder Paulus dazu auf, den Erwartungen der Gesellschaft gerade nicht zu entsprechen. Er sei Kapuziner, weil er ein Bettelmönch sei. "Werden Sie alle ein bisschen so wie ich, ein Bettelmönch. Versuchen Sie, ein Bittender zu werden, mit dem zu glänzen, wofür Sie andere brauchen. Zeigen Sie den anderen ein bisschen von dem, was Sie nötig haben", waren Aufforderungen, über die der eine oder andere im Nachgang sicher noch nachzudenken hatte.

Der Redner erinnerte auch an die sieben Mitschüler, die das Abitur jetzt nicht bestanden hatten. "Haben Sie die eingeladen? Wer wird sie morgen anrufen und trösten?", fragte er. Und stiftete Verwirrung mit der Bemerkung, "glauben Sie bloß nicht, dass jemand von Ihnen hier sitzt, weil er es sich erarbeitet hat". Denn die Vorgaben "haben Sie nicht gemacht". Und auch bei der Feststellung, "ich bin nicht das Kind meiner Eltern, ich bin das Kind Gottes", mag zunächst mancher gestutzt haben, ebenso wie bei "ich habe die Taufe empfangen als Austrittskarte aus der abendländischen Kultur".

Bruder Paulus riet seinen Zuhörern, "werden Sie originell, in dem Sie lernen, die Stille zu lieben". Dazu eigne es sich, sonntags morgens um 6 Uhr aufzustehen und einen mehrstündigen Spaziergang zu machen. Man solle sich Freizeit nicht verdienen, sondern als Geschenk der Gnade empfangen und entsprechend damit umgehen. Sein Wunsch und seine Bitte an die Abiturienten lautete, "lassen Sie sich nicht zurichten von einer Gesellschaft, die Sie so will, wie sie Sie braucht. Werden Sie nicht so, wie andere Sie wollen, werden Sie das, was in Ihren Herzen ist. Trauen Sie dem, was Sie sind". Die Gesellschaft bekomme die jungen Leute, die sie verdiene, "wenn wir sie so gebildet haben, dass sie ihre Herzen öffnen können". ek

Fränkische Nachrichten 14. Juni 2011

 

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