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Sie befinden sich hier: Medien Medienresonanz 10. Juni 2011 - Wiesbadener Tagblatt - Integration

 Integration - Bruder Paulus Terwitte spricht über sensibles Thema 

Den Kölner Moschee-Bau stellte Bruder Paulus Terwitte auf der Sitzung des Landesfachausschusses der CDU Hessen als vorbildlich heraus: „Menschen, die in großen Gruppen bei uns leben, sollten sich nicht in Hinterhöfen zum Gebet versammeln müssen. Sie sollten das, was sie im Herzen prägt - die Religion - in unserer Gesellschaft auch ausleben können.

“Bruder Paulus ist eines der bekanntesten Gesichter der Katholischen Kirche in Deutschland. Der Kapuzinermönch kommentiert Schlagzeilen einer großen Boulevardzeitung auf seiner Homepage mit einem Bibelwort. In den Diskussionsrunden der Polit-Talk-Formate von Anne Will, Maybrit Illner oder „hart aber fair“ stellte er sich als Gesprächspartner zu allen gesellschaftlichen Themen. Seit November 2010 ist er Leiter des Kapuzinerklosters Liebfrauen in Frankfurt und auch für den Franziskustreff verantwortlich. Dorthin werden täglich bis zu 160 Obdachlose zu einem Frühstück eingeladen.

Der Vorsitzende des Landesfachausschusses, der Wiesbadener CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi, hatte Bruder Paulus eingeladen, um über das christliche Verständnis von Integration zu reden. Der Kapuzinermönch forderte dazu auf, nach einem Wert in den drei großen monotheistischen Religionen zu suchen, der „gleichzeitig ein Auftrag ist, ein Wert, der gleichzeitig ein geistlicher Auftrag ist“. Für ihn ist das die Idee, dass wir „so zusagen leihweise auf Erden sind. Deshalb darf niemand dem anderen sagen: ‚Du darfst hier nicht sein‘“. Für Bruder Paulus ist „Integration“ ein Herrschaftswort. „Weil es sagt: ‚Ich integriere Dich.‘ Der Begriff löst Angst aus. Ich selbst sage ‚Ich weiß, wer ich bin, deshalb habe ich keine Angst vor Dir.‘“ Bei allen Fundamentalisten könne man sich sicher sein, dass die keine Fundamente besäßen. „Denn wer ein Fundament hat, der besitzt etwas, was ihn trägt.“ Wer keines habe, empfinde jeden, der anders ist, „als Angriff“.

Zur Sitzung des CDU-Landesfachausschusses kam auch Jürgen Banzer, Vorsitzender der Enquete-Kommission „Migration und Integration“ des Landtags. Er berichtete, die Kommission habe erste Erkenntnisse gewonnen. Etwa die, dass es eigentlich vernünftig und verständlich sei, wenn sich Neuankömmlinge in diesem Land dort eine Bleibe suchen, wo ihre Landsleute lebten. In den USA sei das ganz selbstverständlich - China-Town in New York werde nicht als ein Problem gesehen: „Es ist für die, die neu kommen, leichter, sich an Ihresgleich

Als Gastgeber strich der CDU-Landtagsabgeordnete Tipi heraus, er habe vor der Willkommenskultur der Bundesrepublik Deutschland große Hochachtung: „Was mir fehlt, ist eine Dankbarkeitskultur.“ Schließlich genieße jeder Einzelne in diesem Land Privilegien, wie sie in vielen anderen Ländern nicht gewährt würden. Tipi zählte Meinungsfreiheit ebenso dazu wie gesundheitliche Versorgung.


Wiesbadener-Tagblatt 10.06.2011

 

 

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