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Sie befinden sich hier: Medien Medienresonanz 2. Mai 2012 - Usinger Anzeiger: "Früher war nicht alles besser"

"Früher war nicht alles besser"

Bruder Paulus sprach auf dem Kirchentag in Brombach - „Gott, Glaube und Gebet bringen Bewegung in die Kirche“

(bks) Er kam in seinem traditionellen Habit, einer braunen Kutte, die mit einer Kordel zusammengehalten wird, und ging in Sandalen - Kapuzinermönch Bruder Paulus war am Sonntag als Redner zu Gast beim Schmittener ökumenischen Kirchentag im evangelisch-methodistischen Gemeindezentrum in Brombach. Und sein Gelübde, in Armut zu leben, hindert den 52-jährigen Mönch aus dem Liebfrauenkloster in Frankfurt, der mit 16 seine Bekehrung erlebte, nicht daran, den modernen Medien gegenüber aufgeschlossen zu sein.

Man sah ihn am Rande der Veranstaltung mit seinem Handy hantieren, er hat eine eigene Homepage und sogar einen Facebook-Account. Er ist außerdem bekannt aus Funk und Fernsehen und hat an die 20 Bücher veröffentlicht.

Leben sei auch, sich festzulegen und sich durchzubeißen, sagt der Mönch, der der Meinung ist, dass jeder Mensch die Pflicht habe, dem nachzugehen, was der eigene tiefe Sinn seines Lebens sei. Er jedenfalls scheint seine Berufung gefunden zu haben und darin aufzugehen: die Kirche in die Öffentlichkeit zu bringen.

Über „Bewegung in der Kirche“, sprach der moderne Mönch. Die Kirche sei nicht der Papst oder die Priesterschaft, sondern Jesus. Dieser sei der Boden der Kirche, in dem der Glaube wurzele und aus dem der Stamm der Glaubensgemeinschaft wachse. Den Spruch „früher war alles besser“ gibt es bei ihm nicht. Gott, Glaube und Gebet seien für ihn Bewegung. Offenheit für Fremde und Integration der Außenseiter und Armen fordert er ein. Insbesondere bei Letzterem sehe er noch Nachholbedarf und gerade ein Fremder sei oft derjenige, der uns helfe zu verstehen. Man müsse auch Andersgläubigen, sogar Atheisten, eine Möglichkeit geben, ihren Glauben oder Nichtglauben auszuüben und sich auszutauschen. Vielleicht ist das das Geheimnis seines Erfolgs. Er vertritt zu aktuellen Geschehnissen stets eine, auf seiner Homepage nachzulesende, von seinem Glauben geprägte Meinung. So findet er etwa, dass die Piratenpartei ein pessimistisches Menschenbild vertrete, indem jeder sein eigener Mandatsträger sei, „weil man dem anderen nicht trauen kann“.

Der Kirchentag, der ja nicht nur aus Bruder Paulus bestand, wurde von der Leiterin des Ökumenischen Arbeitskreises Manuela Bernhard angeregt. Sie möchte sich darauf konzentrieren, „was die verschiedenen Konfessionen verbinde“, erklärte sie zur Einführung.

Gruppenarbeit

Zur Eröffnung spielte die Jugendband der evangelisch-methodistischen Gemeinde, „Extreme Resurrection“, unter Leitung von Benedikt Thorwarth moderne christliche Lieder. Dabei wurde der Liedtext zum Mitsingen, unterlegt mit atmosphärischen Bildern, mit einem Beamer an die Wand hinter dem Altar projiziert und die englischen Liedzeilen auf Deutsch übersetzt. Nach dem anregenden Vortrag des Kapuzinermönchs besuchten die Teilnehmer des Kirchentages, die aus allen Kirchengemeinden der Großgemeinde Schmitten stammten, mit den drei Pfarrern, Christoph Wildfang (evangelische Gemeinde Arnoldshain), Paul Lawatsch (katholischer pastoraler Raum Usinger Land) und Ralf Gründler (evangelisch-methodistische Gemeinde) drei Gesprächskreise, um die Anregungen von Bruder Paulus zu diskutieren und Umsetzungen anzudenken, um sich dann wieder mit Bruder Paulus über die Ergebnisse der Gruppenarbeit auszutauschen.

Die Kinder hatten den Nachmittag über ihr eigenes Programm, mir dem das Thema Bewegung kindgerecht umgesetzt wurde. Am späten Nachmittag wurde der diesjährige Kirchentag mit einem ökumenischen Familiengottesdienst mit den drei Pfarrern abgerundet. Die Predigt hielt Pastor Ralf Gründler.

Usinger Anzeiger, 2. Mai 2012

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