Das Portal zum Menschen Bruder Paulus
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Myers geht, Terwitte kommt

Und die Bibel hat manchmal doch recht. „Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit", verrät uns das Buch Kohelet, „eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz." Und schon allzu oft haben wir an dieser Stelle den Abschied von unserem Lieblingspfarrer Jeffrey Myers beweint, der seine menschen- und pressefreundlichen Werke fürderhin in Wiesbaden verrichten will.

Doch siehe: Es gibt auch was zum Lachen. In seiner unergründlichen Weisheit hat es unserem Herrn gefallen, den Twitterbruder Paulus Terwitte aus der Diaspora wieder heim an den Main zu holen. Bruder Paulus, gesegnet mit einem Hang zu Medien jeglicher Couleur, wird ab November wieder Seelsorger im Liebfrauenkloster werden, was er vor ein paar Jahren schon war, ehe es dem Herrn gefiel, ihn nach Dieburg und Würzburg zu verschlagen - vermutlich, um ihm Demut und Mores zu lehren. Da dürfte er bei Bruder Paulus an den Unrechten geraten sein. Dass der mitteilungsfreudige Kapuziner wiederkehrt, entnehmen wir übrigens der Bild, ebenjenem Blatt, dessen Schlagzeüe Bruder Paulus einst täglich kommentierte. Das hat sich noch nicht einmal Jeffrey Myers getraut. Der Herr hat's also nicht bloß genommen (Myers), der Herr hafs auch gegeben (Terwitte), und alldieweil sei der Name des Herrn an dieser Stelle auch noch einmal ausdrücklich gelobt.


Frankfurter Rundschau, 17. August 2010

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