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Sie befinden sich hier: Medien Medienresonanz 08. Juli 2010 ZENIT - "Die Ordensgemeinschaften wollen sich auf ihre Art einbringen"

"Die Ordensgemeinschaften wollen sich auf ihre Art einbringen"

Gespräch über neue Multimedia-Produktionsgesellschaft deutscher Orden

MÜNCHEN, 8. Juli 2010 (ZENIT.org). Bruder Paulus Terwitte, Kapuzinerpater am Würzburger Marienheiligtum Käppele, ist vielen Fernsehzuschauern als Kommentator der Berichterstattung rund um den letzten Pontifikatswechsel im April 2005 für N24 live aus Rom noch in Erinnerung. Nun bekommt er neue Verantwortung im Medienbereich, neben seiner eigenen Talksendung in der Reihe N24 Ethik „Um Gottes Willen". In München wurde jetzt eine Multimedia-Produktionsgesellschaft der katholischen Ordensgemeinschaften Deutschlands, die DOK TV & Media GmbH, registriert.

Bruder Paulus gehört dem Leitungsteam zum Aufbau der Gesellschaft an. Von München und Berlin aus sollen demnächst Film-, Fernsehen- und weitere Medienformate produziert werden. Schwerpunkt ist die Entwicklung eines regelmäßigen TV-Magazins, mit dem die Orden ihre Lebens- und Glaubenserfahrung einem breiten Publikum zugänglich machen wollen. (ZENIT berichtete.) Michaela Koller befragte den Ordensmann und Medienprofi Bruder Paulus nach den Hintergründen der Entstehung und nach den Zielen der Gesellschafter.

ZENIT: Wie kam die Idee zur Gründung einer Multimedia-Produktionsgesellschaft der katholischen Ordensgemeinschaften Deutschlands auf?

--Bruder Paulus Terwitte: Die Ordensgemeinschaften in Deutschland haben ja eine rege Medienproduktion in ihren Gemeinschaften. Vor diesem Hintergrund haben sich einige Ordensgemeinschaften gesagt, dass sie es wagen wollen, eine Produktionsgesellschaft zu gründen. Sie soll dafür sorgen, dass die Werke der Orden, das Charisma des Ordenslebens, die eigene Art zu glauben und zu leben mit einer gemeinsamen Stimme in die Gesellschaft hinein gebracht und übersetzt wird für den Zeitgenossen von heute.

ZENIT: Damit wäre auch die Frage nach Ihren Zielen beantwortet. Was können denn andererseits die Gesellschafter spezifisch zur katholischen Publizistik in Deutschland beisteuern?

--Bruder Paulus Terwitte: In der aktuellen gesellschaftlichen Situation gibt es viele fragende Menschen, die wissen möchten, wie die christliche Botschaft verstanden werden kann. Die Ordensgemeinschaften sind natürlich ein eigener Farbtupfer, eine starke Bewegung in der Vielfalt der katholischen Kirche. Sie hat mit ihren vielfältigen Gesichtern immer schon versucht, durch verschiedene Initiativen die Frohe Botschaft in Wort und Tat zu verkünden. Denken Sie nur an Krankenhäuser oder Schulen, gegründet in Zeiten, wo wo in Sachen Gesundheit oder Bildung Not am Mann war. Heute fragen viele nach der Kraft des Evangeliums und möchten glaubwürdige Zeugen kennen lernen. Die Ordensgemeinschaften wollen sich auf ihre Art einbringen, indem sie ihre Spiritualität und Glaubenserfahrung, ihre Lebenserfahrung etwa in der Jugendarbeit oder im Einsatz für die Kranken oder für Menschen in sozialen Nöten zeigen. Da gibt es ja ein ganz großes Portefeuille, dessen Reichtum gesellschaftlich besser wahrgenommen werden wird, wenn es aktiver und gebündelter gezeigt wird.

ZENIT: Sie nennen ja bereits eine Reihe von Beispielen aus dem gesamten Ordensleben. Soll der Kreis der neun Gesellschafter, darunter die Deutsche Provinz der Jesuiten, die Kongregation der Barmherzigen Schwestern v. hl. Vinzenz von Paul, die Rheinisch-Westfälische Kapuzinerprovinz, die Sießener Franziskanerinnen, noch größer werden?

--Bruder Paulus Terwitte: Es können noch weitere Ordensgemeinschaften dem Gesellschafterkreis beitreten. Wichtig ist, dass die jetzt gegründete GmbH allen Orden dienen will. Wer weiß denn schon, dass es über 440 Gemeinschaften in Deutschland gibt. Das ist doch eine große Intensität an Gebet- und Gotteslob, an sozialem Einsatz und Lebenshingabe. Davon möchten wir in Deutschland unter anderem auch den ungefähr 40 Millionen Nichtglaubenden etwas zeigen, durchaus mit journalistischen Anspruch.

ZENIT: Wo werden wir die Arbeitsergebnisse der Gesellschaft wiederfinden?

--Bruder Paulus Terwitte: Wir wollen ordensspezifische Fernsehformate entwickeln und mit öffentlich-rechtlichen wie auch privaten Fernsehsendern darüber ins Gespräch kommen. Natürlich denken wir auch daran, im Bereich Internet und Print für einzelne Orden, die uns in Anspruch nehmen können, Ideen zu entwickeln.

ZENIT: Sie sind über ihren Orden hinaus als Medienfachmann bekannt, etwa durch die Sat.1-Sendung „So gesehen" oder Ihre Talksendung in der Reihe N24 Ethik „Um Gottes Willen". Sie sind zudem geistlicher Beirat im Vorstand der Gesellschaft Katholischer Publizisten. Welche Funktion haben Sie bei dem jüngsten Projekt inne?

--Bruder Paulus Terwitte: Meine Aufgabe wird sein, die Gesellschaft mit aufzubauen und dabei zu überlegen, welche Medienformate wie gefüllt werden können. Ich werde dazu auch auf Ordensgemeinschaften zugehen, um mit ihnen etwas auszuprobieren. Wir wollen auch helfen, Kräfte zu bündeln.

ZENIT: Das heißt, dass man von Ihnen eher den journalistischen Part erwartet?

--Bruder Paulus Terwitte: Ja, ich darf mich konzeptionell und inhaltlich einbringen.

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