Titel: Trau dich, 40 Tage anders zu leben - Der Fastenkalender 2007
Von: Bruder Paulus Terwitte / Leitschuh, Marcus C.
Preis: 14,90 €
Kategorie: Kalender, Spiralbindung
Erschienen: Januar 2007
ISBN: 978-3-451-29189-0
Verlag: Herder
Seitenzahl: 54 Seiten
Sprache: Deutsch
Beschreibung:
Durchgehend vierfarbig gestaltet, mit vielen Fotos
Format: 17.0 x 22.0 cm
Der "Trau-dich-Fasten-Kalender 2007" macht Lust, dem Alltag offener und mutiger zu begegnen. Konkrete, anregende Texte und Segen für jeden Tag auf dem Weg zum Osterfest, die motivieren, sich selbst, dem Leben und auf Gott zu vertrauen.
Fastenzeit Interview Bruder Paulus 2007
Dritte Ausgabe des ungewöhnlichen Fastenkalenders „Trau dich, 40 Tage anders zu leben“
Raus aus dem Alltagstrott
„Wir sind uns bewusst, dass wir auch kniffelige Aufgaben stellen. Doch gerade deren Lösung kann zum wichtigsten Schritt aus dem gefährlichen Alltagstrott führen.“ So beschreibt Bruder Paulus Terwitte, aus den Medien bekannter Kapuziner, den Fastenkalender „Trau dich, 40 Tage anders zu leben“.
Bereits im dritten Jahr gibt er zusammen mit dem Religionslehrer Marcus C. Leitschuh den ungewöhnlichen Fastenkalender heraus. Auch 2007 gibt es wieder neue Impulse die zeigen, dass die Zeit von Aschermittwoch bis Ostern nichts mit Verzicht und Entbehrung zu tun haben muss, sondern Lebensfreude und Neuanfang.
Eine bildreiche Ermutigung dem Leben zu trauen und eingeschliffene Pfade zu verlassen. 40 Tage lang die Zeit nutzen, um das Leben zu feiern: Dinge zu tun, die man schon immer einmal tun wollte, sich aber nie traute. Oder für die nie Zeit zu sein schien. Die beiden Autoren rufen dazu auf, in den Tagen vor Ostern die Zeit wertzuschätzen: „Wir fordern dazu auf, das Armenviertel der eigenen Stadt zu besuchen und sich dort eine Weile umzusehen“, so Bruder Paulus. Ein anderer Vorschlag für die Fastenzeit: Seine Bank anrufen und nachzufragen, wie nachhaltig das eigene Vermögen dort angelegt wird. „Wer im Glauben vorankommen will, muss auf den Mitmenschen zugehen.“
? Bruder Paulus, ist das nicht schade, dass nach Aschermittwoch „alles vorbei“ ist, wie die Karnevalisten singen?
Ernüchterung gehört auch zum Leben. Schon lange kündigt sich das Ende der Spaßgesellschaft an. Die neue Nachdenklichkeit nimmt nach den oft erstaunlich wahren und launigen Büttenreden nun die Spur auf, wie wir nachhaltiger das Gute und Richtige verwirklichen können. Deswegen fängt das Leben mit dem Aschermittwoch erst richtig an, lebendig und lebensnah zu werden. Aber, am Aschermittwoch fängt das wahre Leben an. Schunkeln und Trinken allein machen den Menschen nicht aus. Verzicht auf Überflüssiges legt die wahren Werte frei. Dazu muss man sich freilich trauen. Wer sich Zeit nimmt für ein Gespräch oder sich vornimmt, endlich sein Testament zu machen, setzt nicht ungeduldig auf das schnelle Glück. Er wird gespannt erwarten, was solche Fastenübungen in ihm auslösen. Bequeme Sitzenbleiber entlarvt der Aschermittwoch.
? Verdirbt uns der Glaube nicht den Spaß, wenn wir jetzt 40 Tage auf alles verzichten sollen, was uns Freude macht?
Der Verzicht auf die Fesseln der Spielsucht, des Egoismus oder des Immergleichen macht Freude erst möglich. Die Spaßgesellschaft ist am Ende mit ihrem Latein. Man schüttelt den vielen Lärm um Nichts wie lästige Insekten ab. Junge Menschen durchschauen, auf welchen Wegen die Berufsamüsierer an ihren Geldbeutel wollen. Sie fragen nach Werten, für die zu leben und sich anzustrengen lohnt.
? „Trau dich, anders zu leben“ heißt ihr Fastenkalender. Wenn man darin liest ist man erstaunt. Da geht es gar nicht um „Abnehmen“ und „Alkoholverbot“...
Es geht dabei aber um Gewinn und nicht um Verlust an Freude und Lebensqualität. Die Fastenzeit ist deswegen ein „Mehr“ statt ein „Weniger“. Am Aschermittwoch geht es erst richtig los.
Tatsächlich gibt der Kalender eine konkrete Anleitung für Bußwerke. Ich weiß, dass die meisten Menschen mit Fasten und Buße ein dunkles Gesicht verbinden und den Spielverderbergott. Damit liegen sie aber beim christlichen Fasten nicht richtig. Christliche Fastenzeit will die Liebe neu einüben. Und richtig zu lieben schenkt eine Lebensfreude, die nachhaltig ist und zum Teilen und Feiern mit anderen bereitmacht – wie wir Christen es an Ostern dann auch ausgelassen tun werden.
? Warum braucht man einen Fastenkalender?
Im Blick auf Ostern heißt es jetzt: Auferstehen aus allen Gewohnheiten und Bequemlichkeiten. Das Leben schmeckt doch gleich viel besser, wenn es mit neuen Ideen gewürzt wird. Dafür sind die Tage vor Ostern ein gutes Übungsfeld. Gewohnte Rituale werden kritisch beleuchtet und neue Formen der Lebensgestaltung ausprobiert, denn die Ostersonne soll ja weniger das Alte bescheinen, sondern vielmehr Neues wachsen lassen. Dass sie dazu auch kitzelt und herausfordert, liegt in ihrem Wesen. Schließlich war Jesus ja einer, der das richtige Leben draufhatte. Wer ihm nachfolgt, der muss sich schon was trauen. Wer ihm nachfolgen will, hat keinen Spaziergang vor sich. Eher eine abenteuerliche Reise in Dimensionen des Lebens und der Lebendigkeit, die man fast vergessen hätte.
? Ist fasten nicht altmodisch? Wir verzichten doch schon auf so viele Dinge, weil wir sie uns nicht leisten können oder dürfen...
In der Fastenzeit geht es nicht um weniger, sondern um mehr. Das Leben schmeckt einfach besser, wenn es von neuen Ideen gewürzt wird.
Nach dem Erfolg der letzten beiden Fastenkalender legen wir neue Impulse vor, die auf dem Weg zum Osterfest Tag für Tag dazu ermutigen, dem Leben zu trauen und eingeschliffene Pfade zu verlassen. Die Vorschläge sind ganz konkret, begleitet von anregenden kurzen Zitaten und Segen für jeden Tag.
? Im Autorenteam mit Marcus C. Leitschuh erscheint nicht nur in der „Trau dich“-Reihe der dritte Fastenkalender sondern „Trau dich, die Bibel anders zu leben“. Was ist denn „anders“ an ihren Zugängen zur Bibel?
Im praktischen Taschenformat ist das Buch ein manchmal ernster, manchmal augenzwinkernder Begleiter in den Alltag aller, die sich trauen, endlich mit dem Bibellesen ernst zu machen. Wir möchten mit einem erfrischend anderen Zugang zu biblischen Grundtexten Menschen Lust machen, sich durch die alte Botschaft auf junge Gedanken bringen zu lassen.
Quelle: www.herder.de
PRESSEINFORMATION
(Herder)
Ungewöhnlicher Fastenkalender „Trau dich, 40 Tage anders zu leben“
Bruder Paulus Terwitte: Armenviertel besuchen und Bank anrufen
„Wir sind uns bewusst, dass wir auch kniffelige Aufgaben stellen. Doch gerade deren Lösung kann zum wichtigsten Schritt aus dem gefährlichen Alltagstrott führen.“ So beschreibt Bruder Paulus Terwitte, aus den Medien bekannter Kapuziner, den Fastenkalender „Trau dich, 40 Tage anders zu leben“.
Bereits im dritten Jahr gibt er zusammen mit dem Religionslehrer Marcus C. Leitschuh den ungewöhnlichen Fastenkalender heraus. Auch 2007 gibt es wieder neue Impulse die zeigen, dass die Zeit von Aschermittwoch bis Ostern nichts mit Verzicht und Entbehrung zu tun haben muss, sondern Lebensfreude und Neuanfang.
Eine bildreiche Ermutigung dem Leben zu trauen und eingeschliffene Pfade zu verlassen. 40 Tage lang die Zeit nutzen, um das Leben zu feiern: Dinge zu tun, die man schon immer einmal tun wollte, sich aber nie traute. Oder für die nie Zeit zu sein schien. Die beiden Autoren rufen dazu auf, in den Tagen vor Ostern die Zeit wertzuschätzen: „Wir fordern dazu auf, das Armenviertel der eigenen Stadt zu besuchen und sich dort eine Weile umzusehen“, so Bruder Paulus. Ein anderer Vorschlag für die Fastenzeit: Seine Bank anrufen und nachzufragen, wie nachhaltig das eigene Vermögen dort angelegt wird. „Wer im Glauben vorankommen will, muss auf den Mitmenschen zugehen.“
Ebenfalls neu ist „Trau dich, die Bibel anders zu lesen“. Im praktischen Taschenformat ist das Buch ein manchmal ernster, manchmal augenzwinkernder Begleiter in den Alltag aller, die sich trauen, endlich mit dem Bibellesen ernst zu machen. Wir möchten mit einem erfrischend anderen Zugang zu biblischen Grundtexten Menschen Lust machen, sich durch die alte Botschaft auf junge Gedanken bringen zu lassen.
Quelle: www.herder.de
Ein anderes Leben gibt es nicht
Rezension "Trau dich, 40 Tage anders zu leben" Der Fastenkalender 2007
(HERDER)
So wie es nur eine Welt gibt, so gibt es auch nur ein Leben. Daher lockt der Titel des Fastenkalenders 2007 "Trau dich, 40 Tage anders zu leben" in eine falsche Richtung. Es geht dem Autorenteam Bruder Paulus Terwitte und Marcus C. Leitschuh nur bedingt um ein bewusstes Umstellen des täglichen Trotts für eine kurze Zeit, sondern um das Bewusstsein an sich. Ihr Fastenkalender mit den 40 gestalteten Blättern ist kein Diätbuch. Es gibt keine Nahrungsmitteltabellen, keine Anweisungen, wie viel Liter welchen Tees ich als Leser und Mitwirkender zu trinken habe. Es gibt stattdessen kleine Hinweise, Angebote in Sachen Lebensführung, die sich oft in einem Punkt ähneln. "Rede nicht drüber: Pack es einfach an. Du wirst sehen, es funktioniert!" Ob es ums Aufräumen, die Instandsetzung des Fahrrads, das Auseinandersetzen mit der Vergangenheit oder Zukunft geht, Kapuzinermönch Terwitte und Leitschuh, Religionslehrer und Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, machen Mut. Sie sagen "Trau Dich!", weil das Tun eine befreiendere Wirkung hat, als das Nachdenken darüber, ob etwas getan werden sollte.
Selbst wenn es sich um scheinbar profane Tätigkeiten handelt, schlagen die beiden Autoren einen Bogen, der eben genau weit entfernt von jedwedem Profanen endet: In Bibelversen, klassischen Sprüchen und Zitaten bekannter und nicht ganz so bekannter Schriftsteller - und dem Verweis auf Gott.
»Trau Dich«, sagen Leitschuh und Terwitte. Und sie meinen damit die Auseinandersetzung mit sich, mit der Umwelt und mit dem Glauben. "Trau dich, Bücher zu sortieren", heißt es da, oder: "Trau dich, Grab pflegen." Es geht ihnen nicht um Verzicht, sondern darum, Dinge zu erreichen und sich an ihnen zu erfreuen. Wer sich seiner eigenen menschlichen Begrenztheit bewusst sei und die Konsequenz daraus ziehe, gewinnt. "Ich überlege mir bewusst, was ich nicht mehr tun will", sagt Bruder Paulus. Und das schaffe Freiräume für all die anderen Sachen. Das kann dann - so das Autorenduo - ein Spaziergang mit Freunden, ein Einkaufsbummel, ein frühes Zubett-Gehen oder ein Engagement im eigenen Umfeld sein: Von der Reinigung eines Spielplatzes über das regelmäßige Spenden für karitative Zwecke oder sich mittels eines Leserbriefs einzumischen.
Der Fastenkalender ist ein Stückchen Lebenshilfe, Ideengeber und Augenöffner für die 40 Tage zwischen Aschermittwoch und Ostern. Selbst wer nicht fastet oder jede Botschaft wörtlich nimmt, findet in ihm etwas, das ihn zum Nachdenken und vielleicht sogar zur Nachahmung anregt. Und das gilt nicht nur für die Fastenzeit.
© Patrick Merck, 2007
Patrick Merck
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