Dem Leben folgen

Unbedingt leben. Sich entfalten. Aufstehen. Gehen können. Wegsein.

Begriffe, die der Sehnsucht folgen, mehr vom Leben haben zu wollen. Und was immer man dann an Mehr erreicht hat: Die Suche beginnt wieder von vorn.

Leben kann ein Grabbegriff werden: Vor lauter Suche nach Leben brechen wir atemlos zusammen. Erleben eher Gefangenschaft im Leben. Überforderung und Trauer, nicht alles erleben zu können.

Ostern verkündet mir: Dieses Grab wird gesprengt. Ich brauche nicht mehr das Leben zu suchen. Das Leben – das sucht mich. Es erfüllt mich so, dass ich zu einem neuen Leben komme: Ich lebe nicht mehr, weil ich erfüllt werden muss. Sondern weil ich erfüllt bin, lebe ich das Eine, und kann das Andere sein lassen.

Wer sich das bewusst macht, folgt dem Strom des Lebens, mit dem er erfüllt ist. Und freut sich über alles, was gelingt. Und was misslingt: Das lässt er gelassen hinter sich, angestoßen von der Fülle, die ihm keiner nehmen kann.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Feier vom Erfülltsein mit Leben von Gott

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