Gott erhört unsere Gebete anders

Wer geschwächt ist, sucht Hilfe. Dabei geht es dem, der sucht, oft so wie dem Betenden: Gott erhört unsere Gebete; aber anders, als wir es uns wünschen; sein Beistand weicht nie von unserer Seite. So bleiben wir in allem, was geschieht, kreativ. Wir werden befähigt, die mögliche Lösung anzunehmen, anstatt trotzig auf der unmöglichen Lösung zu beharren.

Wenn man das nicht gewohnt ist, mit Menschen in Not umzugehen, dann ist es schwer auszuhalten, dass der Weg für eine Lösung, die von der Person selber erarbeitet werden muss, oft mühsam ist. Doch so möchte ich es auch für mich selber: Ich möchte hingeführt werden zum Punkt meiner eigenen Würde und Kraft.

Ich habe so oft schon gelernt von Menschen, die im Frieden das ihnen ermöglichte Leben angenommen haben. Sie wollen nicht bedauert werden. Sie möchten nicht herausgerissen werden in eine Welt, in der es ihnen, wie ihnen gesagt wird, bestimmt besser geht.

Armut, Leid, Kreuz: Sie in Würde zu tragen, in den Grenzen die Herrlichkeit Gottes wohnen sehen, und dann ändern, was man ändern kann, und annehmen, was man nicht ändern kann – eine hohe Lebenskunst!

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