Barmherzigkeit üben

Das neue Jahr ist für mich eher schon ein altes. Denn für mich beginnt ein Neues Jahr mit dem 1. Advent. Ich genieße die Zeit als eine erfüllte, als eine in Auferstehungsrichtung geordnete Zeit.

Deshalb nehme ich in den Wochen bis Aschermittwoch schon die Osterfeiertage in den Blick: Den Aschermittwoch und die Zeit bis Pfingsten, darin die Heiligen Drei Ostertage Karfreitag, Karsamstag und Osterfest. Sie bilden das Kernstück, vor das sich die Fastenzeit legt, und danach die Osterzeit bis Pfingsten.

Darin werde ich hoffentlich wieder neu die christliche Freiheit einüben.

Christen nehmen dafür ja Maß an Jesus Christus. Mit dem Aschermittwoch beginnt eine Trainingszeit für die Seele. Sie muss erfahrungsgemäß immer neu angeregt werden. So bleibt sie fähig zu Großmut und Geduld. Die sind nötig, um in der Vielfalt des Lebens zu bestehen.

Das Ziel: Barmherzigkeit zu üben. Fit zu werden, leidenschaftliche Liebe Gottes und der Menschen an sich geschehen zu lassen; und selber leidenschaftlicher zu lieben. Das Zutrauen Gottes zu mir neu zulassen; und so fähiger werden, anderen etwas zuzutrauen – und auch Gott selber.

Categories: Aktuelle Kolumne