Gerechtigkeit

Wer für das Leben etwas taugen will, muss gerecht sein. So meinen es jene Weisen, die den Tugenden von Tapferkeit, Klugheit und Maß noch die Gerechtigkeit hinzugesellen.

Nicht der, der alles weiß, alles hat und alle vermag – wo gibt es den schon? – lebt schon richtig in jeder Bedeutung des Wortes, sondern jener, der alles, was er vermag, gerecht einsetzt.

Es ist höchste Lebenskunst, sich maßvoll zu verhalten, klug zu verwalten, tapfer stets von den Werten auszugehen und gerecht zu geben und zu nehmen.

Das Überbordende, wie es sich nun wieder zum Weihnachtsfest hervortut, ist kein Lebensziel. Im Rahmen der Tugenden genossen, kann es aber Ausdruck einer ausstehenden Er-Füllung sein, die allen Menschen in göttlicher Gerechtigkeit zuteilwerden soll.

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