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17. Dezember 2008, Reichelsheim-Umgebung.de

50 Jahre katholische Pfarrgemeinde Mater Dolorosa Brensbach

50 Jahre katholische Pfarrgemeinde „Mater Dolorosa“ Brensbach - Festgottesdienst mit Kapuzinerpater „Bruder Paulus“ Terwitte

Brensbach (pdh) - Im Dezember 1958 wurde die Brensbacher katholische Pfarrgemeinde selbständig. Genau am 15. Dezember jährt sich der Tag, an dem sie den Status einer unabhängigen Pfarrkuratie erhielt. Das Jubiläum feierte die katholische Kirche am Sonntag mit einem Festgottesdienst und am Nachmittag mit festlicher Adventsmusik. Eine Fotoausstellung bildete die fünfzigjährige Geschichte der Pfarrgemeinde ab, die heute zur Pfarrgruppe Reichelsheim/Brensbach gehört.
Der Vorsitzende der Pfarrgemeinde, Helmut Erni, beschrieb im Gottesdienst den Werdegang der katholischen Bewegung in Brensbach. Bis ins Jahr 1946, so Erni, war der Ort eine rein evangelische Gemeinde. Mit den Heimatvertriebenen aus Schlesien, dem Sudetenland, aus Jugoslawien und der Slowakei kamen Katholiken in das Obere Gersprenztal nach Brensbach.
Im Jahr 1949 wurde auf dem ehemaligen Schuttplatz am Rande von Brensbach, dem heutigen Rosenweg, eine gebrauchte Lazarettbaracke aufgestellt. Diese Holzkirche diente dreizehn Jahre lang als Gotteshaus. Die katholische Pfarrgemeinde wuchs rasch und bot den Flüchtlingen einen Bezugspunkt. Die festlichen Gottesdienste, es gab bald einen Kirchenchor mit 18 Mitgliedern, und die Gemeindefeste erleichterten die Assimilation im Odenwald.
1961 wurde der Grundstein zur heutigen katholischen Kirche in Brensbach gelegt, im Juli 1963 wurde die neue Kirche in Erinnerung an das Leid der Heimatvertriebenen das Gotteshaus der Schmerzhaften Muttergottes, Mater Dolorosa, geweiht. Die Töne der beiden Kirchenglocken stimmte man mit dem Geläut der evangelischen Kirche harmonisch ab.
Gemeinsam mit den Geistlichen Räten Pfarrer Hans-Peter Loos und Lorenz Eckstein gestaltete der Kapuzinerpater „Bruder Paulus“ Terwitte aus Dieburg unter Mitwirkung der Brensbacher Frauenschola und des Diakon Gerald Jaksche den Festgottesdienst. Bruder Paulus, den der in Brensbach zuständige Reichelsheimer Pfarrer Hans-Peter Loos bisher nur aus dem Fernsehen kannte, wie er freimütig bekannte, gab eine Kostprobe seiner mitreißenden Predigten. Er ist ständiger Gast in Fernsehdiskussionen zu politischen und gesellschaftlichen Themen.
Und weil Bruder Paulus ein gefragter Gesprächspartner und politisch tätig ist, ergriff er am Ende des feierlichen Hochamts noch einmal das Wort und kritisierte mit sehr deutlichen harschen Worten das Verhalten der politischen Gemeindeführung Brensbachs. Es sei aus seiner Sicht unbegreiflich, dass ein Bürgermeister den fünfzigsten Jahrestag einer wichtigen Kirchengemeinde, die zum gesellschaftlichen Leben gehöre und soziale Aufgaben in nicht geringem Umfang übernehme, nicht mit einem Besuch, einem Grußwort oder auch nur einer Grußbotschaft würdige, sondern schlicht ignoriere.


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