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Sie befinden sich hier: Medien Medienresonanz 07. Februar 2008, Artikel, Wetterauer Zeitung

"Ich glaube nicht an den Papst"

Bruder Paulus Terwitte unterstreicht bei Ökumenreihe den Stellenwert von Jesus

Echzell (pm). Die Ökumene steht und fällt mit dem Christusbekenntnis, betonte Paulus Terwitte jetzt bei einem Vortrag in Echzell. Der bekannte Kapuzinermönch sprach im Rahmen der Ökumenereihe Heuchelheim/Echzell über die Gefahr für Kirchen, Christus als ihre Mitte aus dem Blick zu verlieren und zu einem Verein zu verkommen. Seien die Kirchen sich aber in diesem Punkt einig und träfen sie sich in Christus, dann würden andere Unterschiede zur Nebensache.

Der Einladung von Pfarrer Kaiser und Pfarrerin Müller waren so viele Gäste gefolgt, dass die Plätze im katholischen Pfarrsaal nicht ausreichten und man in die Kirche »Heilig Kreuz« ausweichen musste.

Der charismatische Kapuzinerbruder hielt eine leidenschaftliche und inspirierende Predigt, bei der er sich nicht scheute, unbequeme Wahrheiten zu sagen. In einer Zeit der Unverbindlichkeit sei es wichtig zu betonen, dass Jesus Christus allein der Weg, die Wahrheit und das Leben sei, denn er selbst sage im Evangelium: »Niemand kommt zum Vater, denn durch mich.« Diejenigen, die sagten: »Es ist doch alles dasselbe, wir haben alle denselben Gott« seien oft nur zu bequem, sich mit den verschiedenen Religionen "einschließlich ihrer eigenen" auseinanderzusetzen, sodass ihnen die Unterschiede nicht bekannt seien.

Der Absolutheitsanspruch Jesu Christi besage nicht, betonte Paulus Terwitte, dass die Mitglieder anderer Religionen verloren gingen, sondern dass sie allein durch Jesus gerettet würden, auch, wenn es ihnen selbst nicht bewusst sei. Christus’ Absolutheitsanspruch sei auch nicht mit einem  Absolutheitsanspruch der Kirche gleichzusetzen.

»Ich glaube weder an den Papst noch an irgendwelche Bischöfe, sondern ich glaube allein an Jesus Christus. Obwohl ich die Organisationsform der Kirche für sinnvoll halte, ist es nicht mein Ziel, die Menschen der Kirche zuzuführen,
sondern ich möchte sie zu Christus führen«, so Bruder Paulus.

Das Hauptproblem in der Ökumene ist seiner Meinung nach, dass die Parteien sich über Theorien und Äußerlichkeiten streiten, Christus aber aus dem Blickfeld verlieren. Dabei sei Christus nicht nur ein guter Mensch, Prophet oder Berater, sondern in ihm bringe sich der lebendige Gott selbst zur Sprache.

Bruder Paulus verglich die Ökumene mit einer Liebesbeziehung zwischen zwei reiferen Menschen: Jeder bringt seine Vorgeschichte mit, hatte seine eigenen Möbel, seine eigene Wohnung. Beide müssen nun Opfer bringen, sich einschränken, alte Gewohnheiten, die schädlich für die Beziehung sind, aufgeben. »Es gehen eben nicht beide Couchgarnituren in die neue Wohnung, sondern man muss eine neue kaufen.« So sei auch die neue ökumenische Kirche ganz anders als die alten Kirchen. Vieles werde zweit rangig sein, was man vorher für wichtig erachtet habe. Wichtig
sei allein die Sehnsucht nach Christus. Ökumene bedeute, einander bekennen, wer Jesus ist.

Quelle: Wetterauer Zeitung, 7.2.08

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