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Sie befinden sich hier: Medien Medienresonanz 22. Juni 2009 Straubinger Tagblatt - Wenn die Regeln missachtet werden

Wenn die Regeln missachtet werden...

Bruder Paulus Terwitte referierte über ein werteausgerichtetes, erfolgreiches Leben

Landau. (leo) Der Fiesling, der im Business durch unfaire Machenschaften auf der Überholspur fährt, ist jedem aus dem Fernsehen bekannt. Die Überzeugung, dass Erfolg und ein werteausgerichtetes Leben einander nicht ausschließen, sondern vielmehr begünstigen, vertrat Bruder Paulus Terwitte in seinem Vortrag im Kastenhof am Freitagabend und verwies J. R. Ewing und Co. auf ihre Plätze in die Hölle der Einsamkeit, zumal der Begriff Erfolg hinterfragt werden müsse und nicht allein dem Wirtschaftsleben vorbehalten sei.

Auf Einladung der KEB und der Wirtschaftsjunioren Dingolfing-Landau, für welche die jeweiligen Vorsitzenden, Ernie L. Egerer und Harald Fröschl, begrüßten, erläuterte der bekannte "Fernsehgeistliche" Paulus Terwitte seine These "Warum gute Menschen erfolgreicher sind". Der Kapuzinerbruder ist als TV-Talkmaster, Kolumnist und Buchautor tätig und moderiert unter anderem das wöchentlich auf N24 ausgestrahlte Magazin "Um Gottes Willen". Bruder Paulus machte deutlich, dass der Mensch von Natur ein Wettkampfläufer sei, der auf jedem Fall dominieren will.

Aber ähnlich wie auf dem Fußballplatz gebe es im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Miteinander Regeln, nämlich unsere Werte. "Du machst das Spiel kaputt, wenn du die Regeln missachtest", diese Konsequenz wird im Erfolgsstreben oft genug übersehen. Das Statussymbol Stress entstamme der Selbstverausgabung, weil sich keiner auf dem Weg nach oben durch das Eingestehen einer Schwäche eine Blöße geben will. "Ein Rudel von Wölfen ist ohne Leitwolf, also ohne Regeln, dem Untergang geweiht, weil alle nur noch fressen wollen."

Auf humorvolle aber eindringliche Weise prangerte Bruder Paulus den Opportunismus an, der immer mehr Trittbrettfahrer auf den Plan ruft, die sich windschnittig anpassen und es laufen lassen. Auf die Frage "Wie läuft's" gibt es für ihn nur eine Antwort, "Es läuft überhaupt nicht, ich laufe". Mit einem Beispiel aus dem Wirtschaftsleben zeichnete der redegewandte Kapuzinermönch auf, dass es der nachhaltigere Weg sei, auf die schnelle Provision zu verzichten und der Wahrheit die Ehre zu geben. "Ein ethisch handelnder Mensch will nicht erfolgreich sein auf Teufel komm raus", so Bruder Paulus, der seine vielen Zuhörer im Glassaal anhielt, nicht dem Glauben an die Magie der Zahlen zu verfallen, sondern ihre geschäftlichen Entscheidungen unter Würdigung aller Aspekte zu fällen. Durch thematische Ausflüge in verwandte Bereiche, z. B. Gesundheit und Erziehung, gestaltete der frei sprechende Geistliche sein Referat sehr lebendig und spontan. Die Patientenerklärung sei seiner Meinung nach eine Bankrotterklärung für eine humane, menschliche Entscheidung, die der Situation angemessen sei, so der prominente Ordensmann, bevor er sich wieder dem Thema Erfolg zuwandte. "Leben Sie wertvoll und verabschieden Sie sich vom Machbarkeitswahn. Ohne Werteorientierung landet der Erfolgsstrebende in der Kommunikationslosigkeit, schmort also bereits auf Erden in der Hölle", drückte es der Referent drastisch aus.

Der Werteverfall blühe vor allem in den Wohnregalen in den Großstädten, wo das gelebte Miteinander ohnehin nicht mehr vorhanden sei. Dieses gelte es dringend zu fördern. Man müsse sich immer fragen, für welchen Erfolg es sich lohne sich einzusetzen.

Drei, leider etwas sehr allgemein gehaltene, Grundsätze für ein erfolgreiches Leben gab Bruder Paulus dem interessierten Publikum mit auf den Weg. Erstens, "Lebe so, dass du glaubwürdig bist!", zweitens, "Bewahre dir einen offenen Blick!" und drittens, "Rechne damit, dass es im Leben Leiden gibt!" Wer diese Grundsätze beherzige, wird zu einem erfolgreichen Menschen von Format, der in Problemen Herausforderungen erkennt und seinen Weg selber läuft. In der anschließenden Diskussion pries der versierte Redner das Handwerk und wagte Zukunftsprognosen.

Straubinger Tagblatt, 22.06.2009

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