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09. März 2009, Badische Zeitung

Sprachlosigkeit nach dem rhetorischen Feuerwerk

Voller sprühender Energie: Bruder Paulus Terwitte bei seinem Vortrag beim Katholischen Bildungswerk in Seelbach.

SEELBACH. "Ich bin einfach sprachlos", hat der Vorsitzende des Katholischen Bildungswerkes Seelbach, Thomas Eble, am Ende des Vortrags von Bruder Paulus Terwitte vom Kapuziner Kloster Dieburg/Darmstadt am Donnerstag gesagt. Terwitte hatte zuvor eine Stunde lang zum Thema "Trau dich leben! Entdeckungen im Paulus-Jahr" gesprochen und präsentierte dabei laut Eble ein "rhetorisches Feuerwerk".

Ein rhetorisches Feuerwerk kann nur zünden, wer tief in seinem Inneren ein Feuer trägt, das genügend Kraft hat, Funken zu sprühen und andere anzustecken. Bei der Veranstaltung mit Bruder Paulus war von der ersten Sekunde an klar, dass er über diese Kraft verfügt, mit der er andere anstecken, wachrütteln, in Bewegung setzen will: sein lebendiger Glaube an Jesus Christus. Für Christus sei er unterwegs als "moderner Völker-Apostel", sagte Terwitte, und zieht dabei sämtliche ihm durch jahrelange Erfahrung im Umgang mit Öffentlichkeit zur Verfügung stehenden Register: dynamisch nutzt er den vollen Raum aus, steigt auf die Bühne, um kurz darauf mit einem sportlichen Sprung wieder mehr Nähe zu den Besuchern zu suchen, spricht Einzelne an, unterstützt seine Rede mit theatralischen Gesten, würzt mit einer guten Prise Humor und versteht es vor allem, so zu sprechen, dass jeder ihn verstehen kann. Rhetorik à la Bruder Paulus, das heißt nicht stereotyp-geschliffene Redewendungen, vorgefertigte Texte oder tiefentheologisch verklausulierte Lehrsätze, sondern klare Aussagen, denen man anmerkt, dass sie so gemeint sind, wie sie gesagt werden, und anschauliche Beispiele, die aus dem Hier und Jetzt gegriffen sind. Hört man Bruder Paulus sprechen, so fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, dass der, über den er spricht, vom gleichen Holz gewesen sein muss: der heilige Apostel Paulus, in dessen Leben nach seiner Begegnung mit dem auferstandenen Jesus vor den Stadttoren von Damaskus nichts mehr so war wie zuvor.

Auf sehr lebendige Weise gab Referent Terwitte einen Überblick über Herkunft, Charakterzüge und Prägung des Mannes, der zusammen mit Petrus zu den ersten Missionaren im Dienste Jesu gehörte. Die Voraussetzungen dafür seien laut Tewitte zunächst denkbar schlecht gewesen. Als gebürtiger Jude mit griechischem Blut und römischer Staatsbürgerschaft schlugen gleich drei Seelen in der Brust von Paulus, die zur damaligen Zeit miteinander nicht vereinbar waren: gottergebener Gehorsam, philosophisch-freies Denken und ausgeprägtes römisches Rechtsbewusstsein machten ihn kurz nach Tod und Auferstehung Jesu zu einem äußerst rabiaten Verfolger der "abtrünnigen Jeschuah-Anhänger". Erst sein totaler psychischer und physischer Zusammenbruch hätten ihm buchstäblich ein Licht aufgehen lassen und ihn zu einer Begegnung mit dem Auferstandenen geführt, sagte Terwitte. Er habe am eigenen Leib erlebt, dass da nicht "etwas" mit ihm geschah, sondern dass ein "Jemand", nämlich Jesus, die Beziehung zu ihm aufgenommen und ihn zur Erkenntnis geführt habe "wer in Christus ist, der ist eine neue Kreatur".

Bruder Paulus Terwitte schlug bei seinem Vortrag immer wieder den Bogen zur heutigen Zeit und machte den Besuchern Mut, nach ihrem ganz persönlichen "Damaskus-Erlebnis" Ausschau zu halten und entschlossen auch neue, ganz andere Wege zu gehen.

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