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05. Februar 2009 Offenbach Post

Auf dem Ticket der Papst-Kritik reist es sich leicht. Ich hätte Frau Merkel für klüger gehalten. Ihre Absicht ist klar. Sie wollte den unmittelbaren Applaus vom Zentralrat der Juden. Vor einer Woche hielt der sich von der zentralen Gedenkveranstaltung Deutschlands für die Opfer des Holocaust von der Bundeskanzlerin fern. Zu diesem Skandal wagte niemand eine Schlagzeile.

Zustimmung für Kardinal Lehmann seitens des Zentralrates der Juden wäre glaubwürdiger. Er hat als Ratsherr des Papstes mehr Recht zum Ratschlagen Richtung Rom. Warum der immer noch ausbleibt, soll Frau Knobloch erklären. Apropos Frau Merkel: Als Papst Johannes Paul II. damals "Nie wieder Krieg!" rief, überhörte sie es geflissentlich. Sie reiste sie zum Kriegsinitiator George W. Bush und untergrub den deutschen Widerstand gegen die Kriegsabsichten. Warum sollte heute ein Papst auf sie hören?

Allen Reisenden auf dem Ticket der Papst-Kritik empfehle ich die kirchliche Bußübung, sich an die Brust zu schlagen. Zu früh alles in einen Topf geworfen. Zuwenig beachtet, ob man da nicht einfach einer Intrige auf den Leim gegangen ist. Zu leicht geurteilt, jetzt hätte man einen Beweis, der Papst sei reaktionär.

Der Papst sollte da vorangehen. Die Pius-Bruderschaft dreht ihm das Wort im Mund herum. Sie triumphiert diabolisch, die Einladung zum Gespräch sei ergangen, weil der Vatikan sich nun endlich für die "richtige" Lehre öffne. Ihr gehört das Gütesiegel "katholisch" entzogen.

Der Papst muss jetzt bekennen, dass er sich verschätzt hat. Sein Schlagen an die eigene Brust wird alle Tickets der Papst-Kritiker zerreißen.

 

Offenbach Post, 05. Februar 2009

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