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Sie befinden sich hier: Medien Medienresonanz 02. Mai 2009 Soester Anzeiger - Das Leben findet heute statt!

02. Mai 2009 - Soester Anzeiger

Bruder Paulus Terwitte las aus seinem neuen Werk "Das Leben findet heute statt" Lesebuch entpuppte sich als Streitschrift gegen die Unzufriedenheit als Lebensmaxime

SOEST "Wir haben schon mit Ihnen gerechnet", begrüßte Bruder Paulus alle Nachzügler. Er hatte für sie im Wiese-Gemeindehaus vorsorglich Stühle im Eingangsbereich reserviert. Humorvoll und routiniert ging er auf die vermeintlich unvermeidliche Situation ein und zog so seine Zuhörer sofort in Bann.

Begrüßt hatte Wiese-Pfarrer H. Mattenklodt den bekannten Kapuziner Mönch. Gemeinsam mit der Bücherstube Ellinghaus und dem Arbeitskreis christlicher Gemeinden hatte er Bruder Paulus Terwitte zu dem Vortrag nach Soest eingeladen. Als einer von deutschlandweit 160 Kapuziner-Mönchen nahm der sprachgewaltige Redner seine Zuhörer mit auf einen Rundga durch ein modernes Kloster, wie er es in seinem neuen Buch "Das Leben findet heute statt" beschreibt.

19 Kapitel zeigen 19 Stationen von der Klosterpforte über Chorraum, Waschküche, Beichtstuhl bis hin zu Gästezimmer und Armenstube. Bruder Paulus gab faszinierende Einblicke in die aktuelle Welt von Eigentumslosigkeit, Gehorsam, Ehelosigkeit - den Pfeilern, auf denen die Kapuziner-Gemeinschaft seit den Zeiten des Ordensgründers Franz von Assisi im 13. Jahrhundert beruht.

Gleichzeitig konfrontierte der 49-jährige Westfale die Zuhörer mit glasklaren schonungslosen Analysen dessen, was er die moderne Vertröstungs-gesellschaft" nennt. Gemäß des Untertitels seines Werks „Ein Anschlag auf die Vertröstungsgesellschaft“ entpuppte sich der Klosterrundgang zu einer Streitschrift wider die Unzufriedenheit als Lebensmaxime: "Wir hangeln uns von Unzufriedenheit zu Unzufriedenheit, vertrösten uns auf morgen. Eine Kultur des Aufschubs lahmt unsere Gesellschaft. Jenseits von heute ist alles so viel besser". Wer ständig so sein wolle wie der Nachbar, der nehme sich nicht an, lebe an sich selbst vorbei und legitimiere den persönlichen Stillstand.

Binder Paulus verstand es. mit plastischer, lebendiger Sprache nicht nur das Klosterleben erfahrbar zu machen, sondern auch die persönlichen Vorstellungen, die die Menschen heute lähmen, als solche wahrzunehmen. "Nehmen Sie Ihr eigenes Leben ernst, seien Sie glasklar und präsent - jetzt", so sein engagierter Appell.


Nach dem Abitur in Borken war Bernd Terwitte den Kapuzinern beigetreten und hatte den Ordensnamen Paulus gewählt. Sein Vater sprach deshalb ein Jahr nicht mehr mit ihm. Er wollte für seinen Sohn den Kaufmanns-Beruf. Seit drei Jahren leitete der "Headhunter Gottes" das Kapuzinerkloster Dieburg als Nachwuchszentrum des Ordens. Beeindruckt von der Präsenz des medienbekannten Gottesmannes stimmten die Zuhörer als Abschluss einen Kanon mit ihm an.

Bj, Soester Anzeiger, 2. Mai 2009

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