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01. Januar 2009 GKP Mittel.Punkt

Vom 13.-15. Februar 2009 sind Sie zu den Besinnungstagen der GKP ins  Kloster Helfta eingeladen. Auf den Internet-Seiten www.kloster-helfta.de heißt es: „Drei Frauen haben den Ruf dieses Cistercienserinnenkonventes in Helfta begründet: Mechtild von Magdeburg (*1207 +1282), Mechtild von Hakeborn (*1231 +1291) und Gertrud (Die Große) von Helfta (*1256 - +1302). Ihr geistiges Werk wirkt in unsere Gegenwart.“

Nach 450 Jahren leben nun erneut wieder Cistercienserinnen an diesem traditionsreichen Ort. 1998 kamen die ersten Schwestern, im Jahr 2002 zählte der Konvent 17 Schwestern. Wir dürfen gespannt sein, ihnen in Gebet und Gespräch zu begegnen.

Erklärtes Ziel der Neugründung dieser Abtei in weitgehend entchristlichtem Umfeld, ist die Verkündigung des Evangeliums durch die kontemplative Lebensform. Damit greifen die Schwestern eine Urgeste der Jesus-Bewegten auf: Ihre Erfahrung mit Jesus einfach weitergeben zu müssen.

Damit ist auch schon das Thema der Besinnungstage vorgegeben. Wir blicken auf die Mystikerinnen von Helfta. Ihnen möchte ich im Paulus-Jahr den großen Völkerapostel beigesellen. Er wie sie haben Jesus in einer Weise gesehen und geradezu berührt, die sich auch heute ereignen kann. Um es in der Sprache der Philosophie zu sagen: Ihnen wurde der Auferstandene zu einer evidenten Wahrheit, die einem selbst nicht mehr erklärt werden kann – und muss.

Wir besinnen uns in diesen Tagen auf unser Verhältnis zur Mystik, die zudringlich gefährlich ist. Bilder vom brennenden Dornbusch, der verzehrenden Liebesglut oder dem reißenden Fluss deuten an, dass es um eine Erneuerung der eigenen Person geht, der man sich mehr überlassen muss, als sie selbst zu inszenieren. Wir können uns in diesen Tagen von Helfta erzählen, wie wir das Verhältnis von Vernunft und Erfahrung, Sprache und Sprachlosigkeit in unserem christlichen Glauben sehen. Wir dürfen uns dabei selbst als Expertinnen und Experten sehen, die in ihrem Leben als katholische Christen von Etwas, mehr noch: von Jemandem bewegt sind.

So darf ich also jeden Einzelnen von Ihnen herzlich auch namens des ganzen Vorstandes einladen, sich auf den Weg nach Helfta zu machen. Wir treffen uns dort am Freitag. Bitte teilen Sie der Geschäftsstelle mit, wann Sie eintreffen werden. Am Sonntag gegen 13 Uhr verabschieden wir uns von voneinander.

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