Es gehört Mut zum Beten. Um einen herum ist Beten nämlich nicht in Mode. Viele geben sich lieber aufgeklärt: Beten sei was für Menschen, die aus der Abhängigkeit von einem "höheren Wesen" nicht herauskommen.
Andere halten den, der das Beten beginnen will, für einen Angsthasen: Weil die Not da ist, kommst du wohl auf Gott zurück. Nicht leicht, trotzdem den Übungsweg zu beginnen.
Hinzu kommt noch, dass man auch innere Gründe überwinden muss. Vielleicht sind Sie einmal von Gott und dem Leben so enttäuscht gewesen, dass Sie sich geschworen haben, nie mehr zu beten und zu glauben. Jetzt sehen Sie aber, dass es Sie wieder zum Glauben drängt. Da gehört schon eine Portion Selbstbewusstsein dazu, jetzt zu sagen: Was geht mich mein Geschwätz von gestern an ...
Ein ganz anderer Grund, Mut aufzubringen, ein bekennender Beter zu werden, liegt in Vorurteilen wie etwa: Gebet sei etwas für Spezialisten. Beten müsse man lange üben. Man brauche Zeit dazu und unbedingt noch einen Meditationsraum oder zumindest eine entsprechende Ecke in der Wohnung. Vergessen Sie dieses Leistungsdenken. So hilfreich manches sein kann:
Am Anfang steht der Grundsatz: Beten ist Freiheitskultur
Im Innern wird die unbändige Sehnsucht des Menschen nach dem "Mehr" und dem "Alles" im Leben gezähmt. Im Äußeren werden die unerbittlichen Forderungen des Alltags im Gebet gebändigt. Betend ordnet sich der Mensch. Er nimmt schärfer wahr, urteilt differenzierter und handelt tatkräftiger. Am Beten freut sich Gott, weil der Mensch darin seine Freiheit kultiviert und zur Verantwortung reift. Ich lade Sie ein, Ihrer "Traute, zu beten" zu trauen. Können Sie annehmen, das Gott dahintersteckt? Er traute sich auch was: Sie zu erschaffen.
(Br. Paulus in: Trau dich anders zu beten)
Beten Sie täglich das Abendgebet mit Bruder Paulus
Fest gegründet in Jesus Menschen für Gott aufschließen
Wozu Jesus unser Einwurzeln braucht
Zuwendung als Lebensstil - Leben aus der österlichen Hoffnung
Andächtig werden - Glauben vertiefen
Emotionen erwünscht - Gott mag es leidenschaftlich