Liebe Frau P.,
ich danke Ihnen für Ihr offenes Wort. So ist es – und es wird hoffentlich immer mehr Menschen klar, wie sehr wir verantwortlich sind für den Schutz unserer jungen Mitmenschen. Selbst ein Elternhaus, das Orientierung bietet, kann zum Ort werden, an man in der Heimlichkeit des Zimmers und eines ungeschützten Internetzugangs in Gedankenwelten geführt wird, die sich unheilvoll festsetzen in der eigenen Persönlichkeit.
Deswegen bin ich auch ein Verfechter geworden von Richtlinien und klaren Verboten, die sicher begründet werden müssen und Wurzeln brauchen in dem Vertrauen zwischen Eltern und Kindern; man nennt das dann wohl: Kinder müssen sich anvertrauen können, auch einem Verbot.
Dazu ist eine stabile Eltern-Kind-Beziehung notwendig – und wenn Eltern selber schon von Erfahrungen gequält werden, wie Sie die gemacht haben, werden sie wohl bei klugen Mitmenschen, in Beratungsstellen und in Selbsthilfegruppen Heilung suchen müssen, wenn sie die unheilvolle Verschmutzungsspur nicht weiterziehen wollen in die Seele ihrer Kinder hinein.
Gern stelle ich Ihre Erinnerungen – freilich anonymisiert – anderen Nutzern meiner Homepage zu Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Br. Paulus
zurück