Liebe Frau E.,
es ist ein Schmerz in Ihrer Seele, der sich nicht einfach beruhigen lässt mit der Erklärung, Ihr Mann brauche ein Laster.
Ich rate Ihnen, es aus der Sicht der Frauensolidarität zu sehen: Da verkaufen Frauen ihre Haut und ihre Zeit an geile Männer. Und diese Männer merken nur wenig, wie sie damit beitragen zu Entwürdigung der Frau: Weil ihnen das Geld so locker sitzt, sehen schwache Frauen darin eine Verdienstmöglichkeit.
Sie sollten mir Ihrem Mann über ihren Schmerz sprechen. Was würde er sagen, wenn auch Sie Männerseiten suchen würden? Was fehlt ihm? Warum ist es ihm so leicht, unkeusch auf andere Frauen zu schauen und damit, wie Jesus sagen würde, die Ehe im Geiste zu brechen?
Sie empfinden es als Untreue. Und das tut weh. Das virtuelle ist eben doch auch konkret, und Ihr Mann offenbart damit sicher eine Schwäche. Aber er sollte Ihnen signalisieren, dass er da nicht stehenbleiben will. Oder er muss Ihnen sagen, was ihn hält, etwas zu tun, was seine Frau schmerzt.
Mit freundlichen Grüßen
Bruder Paulus
zurück